Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1854)
Entstehung
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ich auf der Straße meines Weges. Plötzlich laſſ' ich mich zu Boden fallen, ſchreie was mir aus der Kehle mag und ſchlage dazu mit Händen und Füßen drein. Da iſt Einer, hat das Weh, denkt mein Kunde, will behülflich ſein und mich aufrichten; ich aber, nicht faul, mache mich ſteif wie ein Scheit, und fechte mit allen Vieren nicht anders, als eine Windmühle. Was fängt der barmherzige Samariter in ſeiner Herzensangſt an? Juſt was ich calculiret hatte! Ruft meine Kame⸗ raden herbei, ſie ſollten mich nach Chriſtenpflicht in's nächſte Haus hineintragen und wohl beſorgen, und drückt dann noch jedem ein ſchön Trinkgeld in die Hand. Gab nicht nur zu einem Schnaps, ſondern eine pompöſe Ribotte bis tief in die Nacht hinein.

Dem Streich wurde wie billig ein allgemeiner ſchallender Beifall zu Theil.

Siehſt du, Meerkrebs, dafür muß es Reiche geben auf der Welt.Wäre doch ein Jux einmal ſo recht nach Herzensluſt die Geldprotzen und Schmeerbäuche zauſen zu können, die verſchimmelten Thaler zu vollen Händen auf die Gaſſe hinaus zu werfen und den vollen Weinfäſſern die Bö⸗ den einzuſchlagen, daß man bis zu den Knöcheln darin herum⸗ pflotſchen könnte; dazu müßten über allen Dächern die rothen Flammen zuſammenſchlagen und leuchten, und die zimperliche Weibſame, die jetzt unter ihren Sonnenſchirmen hervor nach unſereinem ſo verächtlich über die Achſel ſchaut, die müßte Tafelmuſik machen mit ihrem Geheul und Gekreiſch. Die Waldgreth that einen gellenden Jauchzer bei dieſer Rede leuchte, leuchte du rother Hahn, ſingt uns vor ihr ſeide⸗ nen Püppchen, fließe du goldgelber Wein dem Bache zu

Die alte Hexe unterbrechend ſtimmte Poveretti an:

Ein freies Leben führen wir welches Lied ſodann von der ganzen Geſellſchaft im Chor geſungen wurde.