Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1854)
Entstehung
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haben ſchon längſt das Mehr auf der Welt ſie brauchten nur zu ſagen: ſo muß es gehen! Aber wo die Batzen fehlen, da fehlen gewöhnlich auch Verſtand und Courage. Wären alle wie ich geſinnt dazu leuchteten die Augen des Zög⸗ lings der Kloſterfrauen in wildem Feuer.Da ſei Gott vor, widerredete Poveretti, daß es einmal dahin käme!Wa⸗ rum nicht? kreiſchte die Waldgreth. Möchte auch einmal in einem ſchönen Hauſe wohnen und Kutſchen fahren und Mägde cujoniren Aber der Meerkrebs frug den Teſſiner ſpottend, ob er etwa Geld am Zinſe habe.Theilen wir, erwiederte dieſer, ſo ſind Alle Lumpen; dann iſt zu viel Konkurrenz.

Reiche müſſen auch ſein ſind unſre Sparbüchſen! Hab ich Durſt, ſo pump' ich einen Reichen an; was wollt' ich thun, wenn keiner mehr was hätte?Wenn das Reich

nur nicht wär ſo artherzig ſeufzte der Apoſtelkopf.Kommt Alles drauf an, wie man's angreift. Betteln iſt auch eine Kunſt, wenn man's recht treibt. Bloß ſo die Hand darſtrecken und dazu plären: es Almueſe dr Gotts Wille pfui! Kein Wunder, wenn einer dabei ſchlechte Geſchäfte macht. Bei dem klopf' ich als Wallfahrer an, der nach Einſiedeln pilgert, bei jenem als Fluͤchtling, der auf den Barrikaden geſtanden; bald bin ich ein reiſender Handwerksburſche, bald ein Ab⸗ gebrannter, ein Waſſer- oder Hagelbeſchädigter; heute komm' ich aus dem Spital, morgen wandre ich nach Amerika aus, dann reis' ich wieder von Pfarrhof zu Pfarrhof und von Kloſter zu Kloſter auf der lateiniſchen Zehrung als armer demüthiger Theologe. Will euch nur ein kleines Exempel erzählen. Lagen geſtern unſer etliche gute Kameraden bei⸗ ſammen im Schatten hätten gern einen Schnaps erwor⸗ ben, beſaß aber keiner einen rothen Kreuzer mehr. Seh' da auf einmal eine meiner Sparbüchſen, einen guten alten Kunden, des Weges daher kommen. Paßt auf, ſag' ich, und ſeid im rechten Augenblick zur Hand in Zeit einer Viertel⸗ ſtunde ſchaff' ich Rath zum Schnaps. Thue alſo, als ging