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täglich munterer nach Hauſe zurück. Sie ſei mit ihm ſchon durch die halbe Welt gereist, ſagte ſie, an alle Heilquellen und überall hin, wo eine geſunde Luft wehen ſoll, nach Montpellier, Nizza, Palermo, ſogar bis nach Madeira; aber ſeine Wangen ſeien ſtets blaſſer, ſeine Augen hohler und ſein Huſten trockener geworden. Erſt hier in der Berg⸗ und Wald⸗ luft von Weißenburg lebe er wieder friſch auf. Sie dürfe ſich nun wieder der freudigen Hoffnung hingeben, den ein⸗ zigen, faſt ſchon aufgegebenen Sohn aufs friſche geſunden und aufblühen zu ſehen.— Der bleiche Graf ſelber ſchien ſich in Weißenburg allmählich beſſer und beſſer zu gefallen.
Hans Pöhlen, mein alter Freund, der mir meinen Koffer getragen und ſein Herz entleert hatte, ging täglich bei uns ab und zu. Es war eben ſeine Hantieruung, die Siebenſachen der anlangenden und abgehenden Kurgäſte auf ſeinen ſtarken Schultern vom Dorf ins Bad und vom Bad ins Dorf zu tragen, oder auch irgend einen der Gäſte, welcher ſich weder auf ſeine Füße verlaſſen, noch den Ritt auf dem tückiſchen Maulthier wagen mochte, im ledernen Tragſeſſel ſchleppen zu helfen. In den letzten Tagen aber ſchien es mir, als ſei Hans Pöhlen nicht mehr derſelbe muntere Burſche, welcher mit zwei Centnern auf dem Rücken über alle Berge hätte ſpringen mögen und zu johlen verſtand, wie ſelten einer im luſtigen Siebenthal.
Als er eines ſchönen Morgens die Effekten eines abrei⸗ ſenden Kurgaſtes vom Bad nach dem Dorf hinunter tragen mußte, ging ich ihm nach und fragte ihn, wo es fehle.„Ach, Herr“, gab er zur Antwort,„mit dem Aenneli iſt es nun gar aus.“— Das werde ſo gefährlich nicht ſein, meinte ich; Liebe müſſe gezankt haben, um ſo zärtlicher ſei dann hintennach die Verſöhnung.—„'S iſt ſchlimm genug“, erwiederte Hans Pöhlen;„wir beide gehören nicht mehr zu einander.“— Ob man wiſſen dürfe, was vorgefallen ſei, fragte ich.—„O ja, wenn Ihr Geduld habt zuzuhören.“
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