Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1852)
Entstehung
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in St. Peter zu Rom den Segen empfangen? Der ſolle ihm kommen, der etwas dawider habe! Vroni kehrte mit Fideli zurück in die Schachenhütte. Von dieſem Tag an ging Fideli nie mehr zu den Bauern auf Arbeit, ſondern blieb im Schachen, flocht Körbe und hütete.

Nicht lange, ſo kamen eines Morgens zwei Landjäger gegangen.Wo er das Menſchlein habe, mit dem er hauſe?

Es ſei kein Menſchlein da, und mit ſeiner Frau hätten.

ſie nichts zu ſchaffen. Und er nahm einen Knittel zur Hand und ſtellte ſich unter die Küchenthüre, wo Vroni hanthierte. Sie hätten die Ordre, das Weibsbild in ihre Gemeinde zu transportiren; dagegen helfe weder ſperren noch aufbegehren. Fideli ſuchte ſein Hausrecht mit dem Knittel zu vertheidigen, aber die Landjäger zogen vom Leder, ſchlugen ihn nieder und legten ihm Handſchellen an. Während Vroni, die nun bald in's Kindbett kommen ſollte, von dem einen nach dem Hühner⸗ hubel gebracht wurde, führte der andere den Fideli vor den Präſidenten. Dieſer war mit ſeinem Spruche bald im Reinen. Aus dieſem Paragraphen und jenem Artikel war es ihm ein Leichtes heraus zu deduciren, daß Fidelis Ehe eine ungültige, daß Vroni nicht ſeine Frau ſei, daß ihre Kinder uneheliche würden, und daß alſo der Gemeinde, in welche Fideli einge⸗ theilt worden, das unwiderſtreitbare Recht zuſtehe, die Leute auseinander zu treiben.Ob vielleicht auch im Geſetze ſtehe, daß nur die Bürger ein Herz im Leibe haben dürften, die Eingetheilten aber keines? meinte Fideli, half ihm aber nichts. Zur Strafe ſeiner Widerſetzlichkeit gegen die Behörden wurde er dann noch vom Präſidenten in die Gemarkung ſeiner Ge⸗ meinde eingebannt und ihm eröffnet, wenn er den Bann zu brechen wagen ſollte, ſo würden noch ſchärfere Strafen ſeiner warten.

Was ſollte Vroni ſchutz⸗ und hülflos beginnen, wenn ſie nun bald in's Kindbett kam? Des andern Tages ſchon hatte er ſeinen Bann gebrochen. Er ward angezeigt und dießmal