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ledigen Knaben gehen; aber die würden freilich auch keinen bei ſich dulden wollen, der ein Menſchlein halte in der Schachenhütte.“—„Das ſei kein Menſchlein, ſondern ſein ehrlich Weib.„Wann der Pfarrer von der Kanzel herab ſie verkündet habe?“ höhnte Einer.— An Vroni hatte ſich unter⸗ deſſen eine alte dürre Here gemacht; es war die Bäuerin auf der Chliberen.„Ob ſie glaube, eine ehrbare Frau würde neben ihr laufen im Bittgang, neben ſo einem Ringlimenſch, das Hochzeit gehabt hinter dem erſten beſten Haag?“ Da war's Broni als ob ſie in den Boden verſinken müſſe vor Schaam und Schande. Der Pfarrherr ſchaute ſich verwundert nach der Urſache der Unordnung um, die in ſeinen Reihen eingeriſſen. Nach ihm wandte Vroni hülfeflehend die Blicke. Aber dem Fideli war das Blut in den Kopf geſtiegen:„Ob wohl der Segen zu St. Peter in Rom nicht ſo gut oder noch beſſer ſei als des Dorfpfaffen ſeiner?“ Dieſes unbedachte Wort drang zu des Pfarrherrn Ohr; der durfte eine ſolche Mißachtung ſeiner Würde nicht ungeahndet laſſen, ſondern er verſtieß im heiligen Eifer und mit ſtrafenden Worten die beiden räudigen Schaafe aus ſeiner Heerde, die dann unter lautem Sang und Glockenklang den Bittgang antrat über Feld und Flur.— Bitter grollend ging Fideli, bitterlich weinend Vroni auf Um⸗ wegen ihrer Heimath zu.
Es war ſchon längſt dieſem und jenem Bauern, der wer weiß wie viele köſtliche Matten, aber deßhalb um ſo mehr Galle und Verdruß, dazu noch Wald und Aecker, aber ein böſes Weib hatte, das Paar im Schachen ein Dorn im Auge geweſen. Unter ihnen waren der Chlais in der Chliberen und der Blitzbauer im Donnerloch nicht die letzten. Die ſaßen nach dem Bittgang zuſammen in's Wirthshaus; da hätten dem Fideli und dem Vroni die Ohren läuten können bis in die ſpäte Nacht, aber nicht etwa Rühmens halb.„Das habe


