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in ſeinen Stuhl zurück und wiſchte ſeine Brille.„Ob er mit den Schriften verſehen ſei?“—„Das Vroni hätte nichts da⸗ wider, der Herr Pfarrer könne es ſelber fragen, und Schrift⸗ liches ſei weiter nichts von Nöthen.“ Zu dieſer Antwort ſchüt⸗ telte der Pfarrer wie billig den Kopf.„Ob er bedacht habe, daß er kein Bürger ſei, ſondern ein Eingetheilter von des Naglerhanſen Bande?“—„Das wiſſe Vroni wohl, ſie ſei auch nur von Keßlerleuten her und auf dem Hühnerhubel ge⸗ blieben, weil ihre Mutter als Uebernächterin im Tenn auf einer Strohwelle gekindbettet und dann geſtorben ſei.“— Das müſſe er ihm, mit Schein, des Deutlichern auseinanderſetzen, meinte der Pfarrer. Es ſei ein Geſetz, das verbiete einem Eingetheilten das Sakrament zu ertheilen, wenn er ſich nicht zuerſt in ſeiner Gemeinde als Bürger eingekauft, oder eine ausdrückliche Erlaubniß der Gemeinde erhalten habe. Für letz⸗ teres ſei es jedoch unnütz ſich zu bemühen, denn die Bauern ſagen, das Heirathen ſei eine Kummlichkeit, die ſich nicht jeder hergelaufene Lump zu erlauben brauche.
„Er wolle das Vroni zu ſeinem ehrlichen Weibe machen,“ drängte Fideli,„und verlange von Niemanden etwas dazu.“ —„Wenn es blos von der Kirche abhinge, ſo wäre es viel⸗ leicht anders, aber die ſei jetzt gar erſchrecklich unter dem Daumen, und wenn ſich ein Pfarrer beigehen ließe, ſo ein Paar ohne Schriften und Erlaubniß zuſammenzugeben, man wäre im Stand ihn von der Pfründe zu jagen oder ihm noch Schlimmeres anzuthun.“ Da half denn weder Bitten noch Flennen noch Aufbegehren.„Sie ſollten ihm nun ab der Haube, denn aus der Hochzeit würde doch nichts, nun und nimmer⸗ mebr!“ So lautete der letzte Beſcheid. Unverrichteter Dinge mußte das Paar wieder hinaus in die finſtere Nacht.
Aber der Fideli hatte einmal gehört, daß beim Papſt in Rom über jedes Paar des Prieſters Segen geſprochen werde, ohne daß man ein weiteres nach Schriften frage. Als die Tage wieder länger wurden und der Schnee in den Bergen


