Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1852)
Entstehung
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wieder'mal der Limp und der Lämp zuſammengekommen. Dem Vroni wurde angſt und bang. Als die drei Tänze zu Ende waren, zog ſie ihren Tänzer der Thüre zu.Du wirſt doch dein Meitſchi nicht trocken wollen laufen laſſen! ſpöttelte ein Gali, der beide Hände in der Hoſentaſche und die Pfeife im Maul breit neben der Thüre ſtand.Oder iſt euch der, den wir trinken, zu ſauer? Fideli wurde roth wie Gluth. Was meinſt? lachte ein anderer;der Bärenwirth auf der Schnabelweid hat keinen, der gut genug wäre für den Keßler⸗

Fideli und die Jungfrau auf dem Hühnerhubel.So vor⸗

nehme Leute wollen mit Butſchiertem abgeſäugt ſein, rief ein dritter. Und all die Jungfern mit den ſeidenen Fürtüchern fingen an zu kichern, und all die langen und breiten Löhle, die mit ihren Thalern klimperten, fingen an zu lachen. Fideli war daran, den Nächſten mit der Fauſt zu Boden zu ſchlagen, und der wäre in der erſten Viertelſtunde nicht mehr aufge⸗ ſtanden, aber Vroni zog ihn hinaus. Draußen beſann ſich Fideli noch einmal, ob er nicht vom nahen Holzſtoß einen Knittel nehmen und wieder hinein gehen ſolle. Aber Vroni war, die Schürze vor den Augen, eiligſt auf und davon gegangen. Fideli ſchluckte ſeinen Zorn und ging dem Mädchen nach.

Der Gang des Knaben zu ſeinem Mädchen iſt ein heim⸗ licher, beſonders wenn das Mädchen in einem fremden Dorfe wohnt, denn da ſteht hinter jedem Baum, es lauſcht hinter jedem Fenſterladen ein eiferſüchtiger Wächter und Hüter, der ſeiner eigenen Ehre Abbruch gethan glaubt, wenn zu einem der Mädchen des Dorfes ein Burſche aus dem Nachbardorfe kommt. Und wehe einem ſolchen, wenn er ſich erwiſchen läßt! Eine und die andere eingeſchlagene Rippe und ein unfreiwilli⸗ ges Bad im Dorfbrunnen iſt eher als nicht das Loos, das ſeiner harrt. Da gilt es dem dunkeln Schatten der Hecken nachſchleichen, wenn der Mond ſcheint, und leiſe auftreten bei