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Wirthshaus, ohne ein paar Köpfe oder doch mindeſtens ein paar Flaſchen zuſammen zu ſchlagen, und hatte die Gewohn⸗ heit, allemal ſeine Knechte zu prügeln, wenn er im Rauſch oder Zorn etwas Ungeſchicktes gemacht hatte. Einmal mußte er ein paar Dublonen Schmerzengeld bezahlen, weil er einem Kameraden, mit dem er eine Flaſche getrunken, im Verlaufe eines freundſchaftlichen Diskurſes das Weinglas ins Auge ge⸗ ſchmiſſen, und ſchlug nun, ſeinen Zorn zu kühlen, dem Knecht⸗ lein die Miſtgabel um die Beine. Da packte Fideli ſein leich⸗ tes Bündelchen auf und ſagte dem Donnerloch Lebewohl.
Der dritte Meiſter, bei dem Fideli als Knechtlein ein— ſtand, war der Baptiſtli auf der Rütſchelen. Das war ein Mannli, wie der liebe Tag ſo freundlich und wohlmeinend gegen Jedermann, und hätte keinem Hund ein ſchlimmes Wort geben können. Bei ihm durfte keiner mehr ſchaffen, als er gerade gern wollte, und blieb eine Arbeit am Samſtag Abend halb fertig liegen, ſo ſagte der Baptiſtli, ſie wollten es eben etwa die andere Woche fertig machen. Alle vierzehn Tage wurde wenigſtens einmal geküchelt, und Einzug war ins Haus Tag und Nacht, bei Tag zu der„Gigertſchiwaſſergutteren“ die ſtets parat ſtand für jeden, der wollte; Nachts zu Baßtiſtli's Töchtern, die denen, welche zu ihnen kamen, faſt noch ſeltener etwas abſchlugen, als Baptiſtli ſelber. Es dünkte Fideli, jetzt ſei er einmal am rechten Ort, aber bevor das Jahr zu Ende, kam der Weibel ins Haus und dann der Amtſchreiber und ſchrieb auf. Der Baptiſtli wurde vergeldstagt und fürderhin als„Hudel“ von der Gemeinde gefüttert, es kam ein anderer Bauer auf die Rütſchelen und Fideli war um ſein Löhnlein verfroren.
Als Fideli zum vierten Meiſter kam, da war er groß und ſchlank gewachſen wie eine junge Tanne, und ging der Burſche durch's Dorf, ſo guckten ihm die Madchen nach, wenn gleich ſeine Kleider dünn und fadenſcheinig waren und ſein Geſicht gebräunt vom Wetter und der harten Arbeit.


