Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1852)
Entstehung
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eben nur ein einfältiges Weibsbild, und in der Stadt lerne man nicht mit der Viehwaare umgehen; wenn ſie aber mehr um den Vetter Jakob geweſen wäre, ſo würde ſie ſich gewiß viel beſſer darauf verſtehen. Da ſtecke eben der Fehler, daß man ſich zu wenig ſehe, trotz aller nahen Verwandtſchaft und guten Freundſchaft. Es werde aber hoffentlich ſchon noch beſſer kommen. Sie hätte übrigens noch etwas Wichtiges mit dem Vetter zu reden, und wenn der Vetter nichts dagegen habe, ſo wolle ſie von der Gelegenheit profitieren, dieweil man allein und ungeſtört ſei.Nur losgedrückt, meinte Joggi. Der Vetter wiſſe wohl, begann Frau Lämmli und ſpielte dazu mit den Fürtuchbändern, ſie hätte in der Stadt ein ſchönes Gewerb und auch bereits ein Ordentliches zurückgelegt und dazu nur zwei Buben, der Ruedi und der Fritz.Ob vielleicht der Lämmli übel krank ſei? So möchte er ſich beim Wittfraueli empfohlen haben, neckte der Vetter.Darum handle es ſich jetzt nicht, fuhr die Baſe fort, nachdem ſie Joggis Spaß mit einem ſanften Ellenbogenſtoß erwiedert hatte. Ihr Fritz ſei dann ganz beſonders ein artiger und ein geſchickter und ein braver. Er hätte ſchon die beſten Partheien machen kön⸗ nen in der Stadt.Das wäre ihm recht lieb, ſagte der Sommerhaldenbauer. Er möge es dem Vetter Fritz von Herzen gönnen.Der Fritz wolle aber von keiner Parthei mehr etwas wiſſen, ſeitdem er das Liſeli geſehen, und ſie glaube, das Liſeli ſehe den Fritz auch nicht ungern, und ſie müſſe bekennen, ſie hätte auch nichts dagegen, wenn der Fritz und das Liſeli ein Paar würden. Es komme alſo nur noch darauf an, was der Vetter Jakob von der Sache halte. Der Bauer nahm ſeine Ulmerpfeife aus dem Mund und legte ſie vor ſich hin auf den Tiſch.Was er von der Sache halte, das wolle er jetzt grad herausſagen; die Baſe dürfe es ihm aber nicht für ungut nehmen. Schaut einmal, Baſe: Liſeli iſt mein einziges Kind. Die Sommerhalde darf nicht in fremde Hände kommen oder von einem Lehenmannli, dem man das Blut unter den