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nen doch auch in Ermanglung derſelben aus dem Bewußtſeyn wechſelſeitiger Hochachtung die theil⸗ nehmendſten Geſinnungen erbluͤhen.“
„Wie ſoll ich Euch verſtehen?“ ſagte Al— mira.—„So will ich mich denn naͤher erklaͤren;“ antwortete Valedia geheimnißvoll, indem ſie naͤher ruͤckte und ihre Hand vertraulich auf Almira's Schultern legte.„Ihr habt geliebt, Theure Freun⸗ din;— auch ich habe es; leider! iſt aber der Gegenſtand unſerer Wahl fuͤr uns Beide auf in— mer verloren.“
„Wie, Fernando waͤre todt?“ ſchrie Al⸗ mira; doch ohne eine Antwort zu geben, ſank Valedia ihrer Freundin, in bittere Thränen aus⸗ brechend, ſchweigend in die Arme. Erſt nach ei— ner langen Pauſe ſchrie Almira:„ So habe ich denn keinen Grund mehr, mich ins Leben, oder in die Welt zuruͤck zu wuͤnſchen, und will mit Euch den Schleier nehmen.“
„Und doch habt Ihr noch einen Grund, um auf ein beſſeres Loos Anſpruch machen zu duͤrfen!“— verſetzte Valedia.„Der Marquis de los Velos liebt Euch von ganzer Seele; er iſt ein gebildeter junger Mann, mit einem ſo einnehmen⸗ den Aeußeren und bedeutenden Anſehen begabt, daß er nur bei ſehr wenigen unſeres Geſchlechtes abge⸗ wieſen werden wuͤrde. Ich weiß, Almira, daß
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