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Namen. Sonderbar uͤberraſcht fuhr ſie in die Hoͤhe und oͤffnete die Thuͤr nach dem Corridor, ſah aber auch nicht das Geringſte von der Anweſenheit eines menſchlichen Weſens. Mit kaltem Schauer warf ſie die Thuͤre in das Schloß und ſtuͤrzte in heftiger Bewegung vor dem Cruzifixe nieder; da rief dieſelbe Stimme nur zu vernehmlich abermals: Almira!— Scheu und furchtſam blickte ſie umher, als die Lampe vor dem Crujzifixe verloͤſchte. Tiefe Finſterniß herrſchte jetzt in ihrer Zelle, und die himmliſchen Toͤne erklangen wieder ſo ſuͤß und goͤtt— lich, daß ſich Almirens Furcht endlich in das innigſte Seelenvergnuͤgen verwandelte.
Mit einem Male daͤmmerte jetzt ein ſchwacher Licht⸗ ſtrahl im Gemache, der bis zum hellſchimmernden Glanz uͤberging und eine Geſtalt von hinreihender Schoͤnheit und Sanftmuth allmaͤlig zeigte. Ein weit gefaltetes Gewand, azurfarbig und weiß, welches vom ſanften Windeshauch aufgeblaͤht flatterte, und mit Sternchen, gleich eben ſo vielen Edelſteinen funkelnd, beſetzt war, umgab die Geſtalt, auf de— ren Haupte ſich eine goldene Krone, gleich ſtrah⸗ lendem Feuer, durch das wallende Haar flocht.
Erſt nach geraumer Zeit erinnerte ſich Almira der Zuͤge ihrer verſtorbenen Freundin, die ihr jetzt unendlich ſchoͤner in dem Anhauche himnmliſcher Vollkommenheit erſchienen. Unfaͤhig die Zunge zu
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