Teil eines Werkes 
1. Th. (1824)
Entstehung
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noch vor

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287 hingt; dachtet Ihr damals nicht, Euch nie davon trennen zu koͤnnen? Und doch verwarft Ihr ſie als nichtswuͤrdige Kleinigkeiten, da Ihr groͤßer wur⸗ det. Gerade ſo gewoͤhnt ſich die Seele auch daran, dieſe Welt zu verachten, jemehr ſie die Kenntniß der zukuͤnftigen erlangt.

Mit einem Male ruͤckte der Zeitpunkt heran, in dem ſich Serphinens Zuſtand ſo ſehr ver⸗ ſchlimmerte, daß ſelbſt die Aerzte alle Hoffnung aufgaben. Mit wildem Schmerz ſank Almira bei dieſer Nachricht in ihrer Zelle nieder und jam⸗ merte:O ſchrecklicher, unbarmherziger Tod! Ohne Schonung zerreißeſt du alle Bande der Liebe, Freundſchaft und des Familienlebens. Du ernſter Geſandter der Ewigkeit, keine Beſtechung kann dich in deinen Entſchluͤſſen aufhalten, kein Wi derſtand deinen Angriff abwenden.

Obgleich man Seraphinens Hinſcheiden faſt ſtuͤndlich erwartete, ſo war Almira doch ganz troſtlos, da es endlich wirklich erfolgte. Mit grenzen⸗ loſer Verzweiflung warf ſie ſich uͤber den Koͤrper des entſeelten Maͤdchens und bedeckte ihn mit einer Fluth von Thraͤnen. Faſt unglaublich ſchien es ihr, daß ohne gewaltſamen Umſturz der unabaͤn⸗ derlichen Naturgeſetze Seraphine, das noch vor Kurzem lebensfrohe Maͤdchen, nun ploͤtzlich des