284 viele Tage und Wochen entſchwunden waren, ohne daß er einen einzigen Beſuch gethan oder ſonſt nur das geringſte Merkmal der Erinnerung von
ſich gegeben haͤtte. Leider wußte das arme einge⸗
kerkerte Maͤdchen nicht, wie viel ſruchtloſe Verſuche Antonio ſchon unternommen hatte, um Zutritt bei ihr zu erlangen. Der Gedanke, ſo treuloſer Weiſe von ihm vergeſſen worden zu ſeyn, erzeugte daher auch bald das erſchaffende Gefuͤhl der Hoff— nungsloſigkeit in ihrer Seele.
Auch Seraphine, die bis zu dem Tode ihrer Aeltern in dem uͤppigſten Glanze und Ueberfluſſe des Weltlebens erzogen wurde, fand ſich durch den auffallenden Unterſchied ihrer jetzigen Lage in Kur⸗ zem eben ſo ſehr angegriffen. Unwillkuͤhrlich ſog ihr Gemuͤth den kalten ſtrengen Geiſt der Reli— gioͤſitaͤt mit Aberglauben verbunden ein; ihr leb⸗ haftes Temperament verlor ſeine Spannkraft; ihre Phantaſie erſtickte unter dem Wuſte verwirrender Hirngeſpinſte, und alle ihre Gedanken wurden vom Zeitlichen abgewendet. Selbſt Almirens freund⸗ ſchaftlichen Geſpraͤche ſchienen ihr in der Laͤnge be⸗ ſchwerlich zu fallen, da ihr gleich einer mißmuthi⸗ gen Verſtimmung des Gefuͤhls nichts mehr Ver⸗ gnuͤgen gewaͤhren konnte, was nicht in den trau⸗ rigen Gang ihrer gewoͤhnlichen Gedanken ſtimmte.
Scheu u abgelegen wurde! Michen in Kloſ kaum me der dru immer n duß ſee meht wi die trau
Sel der glät Flhunſ ſelten n lendet z Vnttun rerwelt ten kon


