Teil eines Werkes 
1. Th. (1824)
Entstehung
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Uneinigkeit

renzenloſer e ſo viele je ſolbſt . die ſel acht haben hine hie⸗ 7 ze uͤber die Weiber zu gierig nach en, da es jeder von jeder as Gra. das G er oberſten ,9 meinte / eraphine eehnen, 6 Sehne beluſigt Wei- ttigen We

ich wuͤnſch⸗

283 te auch ich mir Koͤnigin einer blumichten Inſel zu ſeyn, die durch hohe Mauern geſchuͤtzt ſowohl Fein⸗ den als Wellen trotzte. Alles, was mich dann umgeben wuͤrde, muͤßte froher und friedlicher Art ſeyn. Schoͤne Palaͤſte und Gaͤrten moͤchte ich dann beſitzen, und Muſik und Tanz ſollten mein Koͤnig reich zum Paradieſe umſchaffen. Thaͤtigkeit muͤßte rings um mich herrſchen, Zufriedenheit aus jedem Auge leuchten, denn leider! iſt Mangel an Thaͤ⸗

tigkeit die einzige Urſache, die das Vergnuͤgen der Einſamkeit in unſeren Mauern untergraͤbt, welche im entgegengeſetzten Falle ein unſchaͤtzbares Aſyl fuͤr alle jene ſeyn wuͤrden, die entweder ungluͤck⸗ lich waren, alle ihre Freunde verloren haben, oder Ueberdruß im Genuße des Lebens fanden! Lange bemuͤhte ſich Almira durch dergleichen Geſpraͤche mit Seraphinen die Laſt der Ein⸗ ſamkeit ertraͤglicher zu machen; ſelten gelang es ihr aber nur auf Augenblicke, die Sehnſucht ihres Her⸗ zens zu ſtillen. Taͤglich erhielt ſie immer mehr Ueberzeugung, daß ſie Fernanden gaͤnglich gleich⸗ guͤltig war, da er ſchon ſo lange nichts von ſich hoͤren ließ. Was ſie aber am meiſten klraͤnkte, war, daß ſie auch vom Marquis de los Velos nichts vernahm, der ſie nach ſeinem eigenen Vor⸗ geben doch ſo heiß und innig liebte, nun aber ſchon