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272 „Leider! weiß ich das nicht,“ erwiederte Denia.„Mehrere Monate ſind es ſchon, daß ich keine Nachricht von ihm erhielt; habe nun aber einen andern Freund, der mir eben ſo theuer iſt, und auch Euern Reizen Gerechtigkeit wiederfahren laͤßt. Gebt ihm daher die Stelle meines verlornen Freundes auch in Eurem Herzen, da Ihr ohnehin wißt, daß Euch Fernando das nicht war, was Ihr gewuͤnſcht haͤttet, daß er Euch waͤre.“ „Bedenkt“— verſetzte Almira mit hochge⸗ faͤrbten Wangen und einem leiſen Seufzer, der ſich ihr aus dem Buſen ſtahl—„daß ich zu einem Stande verdammt bin, der jedes ſolche Verhaͤlt⸗ niß verbietet. Obgleich ich fuͤhle, daß ich mich zu dieſem Stande gewiß am wenigſten eigne, ſo werde
ich doch das Moͤglichſte thun, mich in die ſo ſtrenge
Disciplin eines Kloſters zu fuͤgen, wie das der Dominikaner⸗Nonnen iſt.““
„Ja bei Gott!“— ſchrie Albert,—„Don Padilla iſt mir halb grauſam. Sollte es denn aber kein Mittel geben, Euch Eurem Geſchicke zu entreißen?“
„Beim Himmel, nein!“— erwiederte Almira; „mein Vater hat die Ausfuͤhrung dieſer Beſtim⸗ mung mit dem fuͤrchterlichſten Eide beſchworen. Auch iſt ſein Gemuͤth, inſofern es moͤglich iſt,
noch viel zittert fuͤ ner Abwe „So lig iſt,.
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