.204—
ſchärferem Tone fort— doch ließ ihn Madame Reveillot ſeinen Satz nicht vollenden, ſondern ſie trat dicht vor ihn hin, und während ſie ihn feſt anblickte, legte ſie ihre Hand auf ſeinen Arm, und in einem Tone, der ſo be⸗ ſtimmt, ja ſo gebieteriſch erklang, daß Herr von Martini ſie erſtaunt anblickte, ſagte ſie:„Mein Enkel wird ſich auf ſein Zimmer begeben, ſo lange Sie ſo freundlich ſein werden, mir die gewünſchte Viertel lſtunde zu gewähren und darum bitte ich dringend, Herr von Martini— ich, eine alte Frau, die Sie ſeit langen Jahren gekannt, welche Sie jederzeit mit einer achtungsvollen Freundlich⸗ keit behandelt haben, was ſie auch verdient, und dieſe alte Frau, welche ſchon viel in der Welt erfahren, möchte, ehe Sie hier ſtrafend— rächend auftreten, einige Worte mit Ihnen reden über eine längſt vergangene Zeit, welche unſere Gegenwart beſchäftigt und in die Zukunft hineinragt.“
Lag etwas im Tone oder im Blick der alten Frau, oder in beiden zugleich, während ſie die letzten Worte ſprach, was den Bankier veranlaßte, zum Zeichen ſeiner Gewährung ihrer Bitte ſtumm mit dem Kopfe zu nicken, worauf er ihr in das Nebenzimmer folgte? Dort bot ihm Madame Reveillot einen Sitz und ließ ſich ihm gegenüber nieder.
Herr von Martini zog ſeine Uhr hervor und ſagte in


