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Pflicht geweſen, hinüber zu gehen, doch bat er Herrn Ringel, ihn durch einen Anderen zu erſetzen, der nun, da er zurückkam, erzählte, er ſei durch den Wintergarten gegangen und habe dort Fräulein von Martini in der Laube ſitzen ſehen; daß ſie beim Geräuſch des Kommen⸗ den haſtig emporgefahren ſei und mit ihren glänzenden Augen durch die Zweige geſpäht, konnte er nicht erzählen, denn er hatte nichts davon bemerkt, vielmehr ſaß die junge Dame da im Leſen vertieft und hatte ſeinen ehr⸗ furchtsvollen Gruß mit einem leichten, ſtolzen Kopfnicken erwiedert.
Anatole mußte ſich gewaltſam bezwingen, um ſich
ſelbſt nicht untreu zu werden, und dadurch wurde ihm*
der heutige Tag ſo unbeſchreiblich lang, ſo peinlich und qualvoll wie nie, und als er endlich das Comptoir ver— laſſen konnte, that er es tief bewegt, haſtig ohne umzu⸗
ſchauen.
Er fühlte ſich jetzt wieder ruhiger, als er zu Hauſe bei der guten, alten Frau ſaß, und als ſie ihm nun wirklich mit ihrem reizenden Lächeln ſagte, nachdem er ihr offen und ehrlich ſeinen Seelenzuſtand enthüllt:„Be⸗ ruhige Dich und vertraue meiner Ueberlegung— viel⸗ leicht auch dem Zufalle ein wenig— dieſem ſo verach⸗ teten und doch ſo ſtarken Lenker unſerer Geſchicke.“
Ja, dem Zufall dieſer gewaltigen Macht, welche viel⸗
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