Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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leicht an dem heutigen Abend daran ſchuld war, daß Anna von Martini, nachdem dieſe junge Dame ſtunden⸗ lang mit Anzeichen des Mißmuths und der Unruhe in ihrem Zimmer auf⸗ und abgegangen war, jetzt eine Sticke⸗ rei nehmend und ſie gleich darauf wieder wegwerfend, dann ein Album, ein Buch auf gleiche Weiſe behandelnd, der Frau Fichtner einen Vorſchlag machte, worüber dieſer würdigen Haushälterin vor Ueberraſchung und Schrecken die Haare zu Berg ſtiegen, den Vorſchlag nämlich, ſie zur Wohnung der Madame Reveillot zu begleiten, und wobei ſie nicht einmal die Ausrede gebrauchte, als wolle ſie dieſe Frau über ihre Ausſteuer befragen, ſondern einfach, aber mit dem hartnäckigen Eigenſinn eines ver⸗ zogenen Kindes erklärte, ſie müſſe Herrn Anatole ſehen und ſprechen.

Aber der Papa? was wird Herr von Martini dazu ſagen?

Der Papa hat mich nicht gefragt, als er mich zu jener alten Dame gebracht, wo ich mich ſo gründlich ge⸗ langweilt er hat mich nicht gefragt, ob ich die Frau des Grafen Riedberg werden wolle.

Aber der Papa hat ein Recht, über Sie zu beſtimmen.

Gewiß, aber ich thue dagegen kein Unrecht, wenn ich unter Ihrer Aufſicht, meine liebe Frau Fichtner, einen Beſuch bei Madame Reveillot mache.