Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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thun, um ihm zu ſagen: Auge um Auge, Zahn um Zahnich bin nur gekommen, um Ihnen anzuzeigen, daß ich der Stadt und dem Lande Aufklärung geben will über eine dunkle Geſchichte, die ſich vor langen Jahren begeben, und dieſes einmal ausgeſprochen, muß ich Wort halten, denn ich müßte mich ſonſt ſelbſt ver⸗ achten, wollte ich mir mein Geheimniß abkaufen laſſen, ſelbſt um die Hand ſeiner Tochter.

Und doch fühlte er wohl, wie ſchwer es ihm werden würde, ja wie unmöglich, ſo zu handeln, und wenn er ſeine wilden, faſt verzweiflungsvollen Gedanken lange Zeit raſtlos in ſeinem Gehirne hin⸗ und hergeworfen, um als⸗ dann dem gewöhnlichen Laufe der Dinge nach wieder Augenblicke der Ruhe, Stunden geiſtiger Abſpannung zu haben, ſo trat ihm in ſolchen das Bild ſeiner guten Großmutter entgegen, ihn anblickend mit den ſchönen, hellen Augen, und während ein reizendes Lächeln um ihren Mund ſpielte, hörte er ſie ſagen: beruhige Dich

und vertraue meiner Ueberlegung vielleicht auch dem Zufall ein wenig dieſem ſo verachteten und doch ſo

ſtarken Lenker unſerer Geſchicke.

Ja, Anna war wieder zu Hauſe Anatole ſah ſie nicht, aber einer ſeiner Kollegen hatte ſie geſehen: Herr von Martini hatte geſchäftshalber einen von den jungen Leuten zu ſich rufen laſſen, und es wäre Fontenay's