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Ihrer Gegenwart ein anderes Gefühl kommen, als das der Verehrung für Sie?“
„Und nun rathen Sie mir, Anatole! Habe ich nicht recht, meinem Vater entgegenzutreten und ihm zu ſagen, daß mein Herz nimmer frei iſt, und eher Alles zu thun, als mich ſeinem Willen zu fügen? Und dabei werden und müſſen Sie mir helfen, Anatole— denken Sie an Paul, wie aufopfernd er für Virginie war.“
„Gewiß, Fräulein Anna— aber vorhin ſprachen Sie mit ſo richtigem Gefühl Ihr Bedauern aus, daß es uns nicht vergönnt ſei, in einer ſo reizenden Wildniß zu leben, ſo unbeachtet ſein zu können, nur uns ſelbſt und unſeren Gefühlen Rechenſchaſt gebend über unſere Hand⸗ lungen.“
„Ich verſtehe Sie nicht ganz.“
„Wir leben in einem ziviliſirten Lande— leider, darf ich in dieſem Falle wohl hinzuſetzen— unter ſogenannten geordneten Verhältniſſen, und in einer Umgebung, die uns durchaus keine Gelegenheit gibt, Hand in Hand durch
Orangenbüſche, durch Palmenwälder zu wandeln und uns am Geſtade des Meeres niederzulaſſen.“
„Ach, das Alles war ja nur bildlich geſprochen im Bedürfniſſe nach Freiheit und Unabhängigkeit von der Tyrannei meines Vaters, und würden Sie mich in dem
Falle hülflos allein laſſen?— O gewiß nicht!— Da⸗


