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„Gewiß nicht; er wird Ihnen nicht glauben.“
„Er wird an meinem Widerſtande, an meinen Bitten, an meinen Thränen ſehen, daß ich die Wahrheit rede.“
„Und wenn ihm dieſe Wahrheit, die Quelle Ihres Widerſtandes, noch ärger erſcheint als der Widerſtand ſelbſt?“
„Das iſt wohl möglich— ich bin ſogar darauf ge⸗ faßt, und werde ihm alsdann mit gewiß überzeugender Wahrheit ſagen, daß ich nicht von Ihnen laſſen will, Anatole.“
„O, Sie ſind edel und hochherzig, Anna; aber was könnte ich ihm auf eine ähnliche Frage zur Antwort geben?“
„Ich hoffe daſſelbe, mein Freund— oder hätten Sie nicht den Muth, ihm Ihre Liebe zu mir zu geſtehen?“
„Ich wünſche, Ihnen zu beweiſen, daß ich zu größe— ren Dingen Muth habe.— Was aber Ihrem Vater aus dem Munde der Tochter als die Stimme eines liebenden Herzens erklingt, würde bei mir als Anmaßung, als Hoch⸗ muth— ja ich muß ein ſchlimmeres Wort gebrauchen— als unverzeihlicher Eigennutz erſcheinen, und in ſolchem Lichte zu ſtehen, wäre mir mehr als ſchmerzlich.“
„Sie ſehen den ſchlimmſten Fall vor ſich, Anatole — ich glaube, wenn ich meinem Vater in feierlichem


