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befangenheit,„doch hätte ich damals ſchon gewußt, was ich jetzt ganz genau weiß, ſo würde ich meinem Vater geſagt haben, daß er ſich irre, daß mein Herz nicht mehr frei ſei— daß ich liebe.“
„Ah, Sie lieben?“ rief er faſt erſchrocken.
„Ja, mein Freund, ich liebe— mein Herz iſt nicht mehr frei, und ich will wieder geliebt werden — was ſehen Sie mich ſo ſeltſam an, was beun⸗ ruhigt Sie?— Da, Anatole, haben Sie meine Hand, meine beiden Hände, vielleicht kann Sie das be⸗ ruhigen.“
Daß er die kleinen, feinen, roſigen Hände leiden⸗ ſchaftlich ergriff, finden wir begreiflich, auch daß er bei den Verſuchen, ihre kleinen Hände abwechſelnd zu küſſen, vor das junge reizende Mädchen mit den hellen, ſtrahlen⸗ den Augen niederkniete und ſie alsdann mit einer unend⸗ lichen Glückſeligkeit anlächelte.
Sie machte ihre kleinen Finger los, legte ſie ihm auf ſein Haupt und ſtrich ihm dann langſam die lockigen Haare aus der Stirne.„Ja, Anatole,“ ſagte ſie als— dann,„ich fühle, wie ich Dich liebe, und weiß auch, daß Du mich wieder liebſt.“
„Anna, Anna, mir ſchwindelt vor all' dem Glück!“
„Das glaube ich wohl, mein lieber Freund, und mir ſchwindelt ebenfalls— warum aber ſollte ich Dir nicht


