Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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Dingen unanſehnlicher ausſehend etwas verwahrlost

in ihrer Kleidung, war ſie in ein großes wollenes Um⸗

ſchlagtuch gehüllt und trug eine alte gelbe Haube mit verſchoſſenen Bändern, vor ſi em Schooße

hielt ſie einen großen, verſchloſſenen Henkelkorb, an den ſie, während ſie mit der andern Frau ſprach, ihre Rede zu richten ſchien.

Mit der Arbeit ſchien die Kammerjungfer der Gräfin, als ich die Chemiſetten und Krägchen ablieferte, nicht un⸗ zufrieden zu ſein, dann brachte ſie es ihrer Herrſchaft, kam mit dem Geld heraus und bemerkte, die Gräfin habe doch gefunden, daß Alles das nicht ſo gemacht ſei, als

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wenn es aus Ihrer Hand käme, Madame Reveillot, und

da ſehen Sie nun, ob man den Leuten ihre vorgefaßte Meinung nehmen kann Sie waren ſo gütig, mir einen Theil Ihrer Kundſchaft zu übertragen, wofür ich Ihnen gewiß ſehr dankbar bin aber was nützt es mich? die Sachen, welche Sie ſelbſt für ganz ausgezeichnet fanden, ſollen deßhalb nicht gut ſein, weil ſie nicht von Ihnen abgeliefert ſind.

Haben Sie der Kammerjungfer nicht geſagt, er⸗ wiederte die alte Frau mit einer wohlklingenden Stimme, in welcher aber ein fremdartiger Accent nicht leicht zu verkennen war,daß ich die Wäſche durchgeſehen und für ſehr gut befunden habe?