Teil eines Werkes 
7./8. Th. (1844)
Entstehung
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eine Verheirathung herbeizuführen. Dieſe Hoffnung ſchwand, und

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reichen ſagte:Der Brief riecht doch gerade wie die Dame geſtern.

Mad. T. brauchte viel Parfüms; ſie gehörte zu den Perſonen, die ſchlecht riechen, weil ſie zu gut riechen. Sie lebte in einer ſo ſtark parfümirten Atmoſphäre, daß man in derſelben kaum zu leben vermochte. Der Ausſpruch des Kindes fiel dem Vater auf; er erbrach den Brief, und was fand er darin? alle Wechſel und Papiere, die ſeine Frau verloren hatte. Augenblicklich fiel ihm ein, was er zu Mad. T. geſtern geſagt hatte; jedenfalls war es ein merkwürdiges Zuſammentreffen: geſtern die Anzeige über die Nutzloſigkeit des Diebſtahls und heute die Rückgabe. Herr L., der vor Allem ein Geſchäftsmann war, glaubte die Sache der

Juſtiz anzeigen zu müſſen, und die Juſtiz ſah ein, daß ſie ein

Geheimniß aufzuklären habe.

Der Beamte, welcher ſich zu Mad. T. begab, ging mit großer Mäßigung und Zurückhaltung zu Werke; er befragte ſie über den Diebſtahl, ohne jedoch ſehr in ſie zu dringen; er wünſchte zu wiſſen, wovon ſie lebe, und Mad. T. antwortete, ſie habe ein Einkommen von 25,000 Francs von Gütern, die da und da lägen. Der Beamte fragte nicht weiter, entfernte ſich und kündigte der Mad. T. an, daß man Erkundigungen einziehen würde.

Mad. T. ſchien ſich weder zu wundern, noch zu erſchrecken; man brauchte vier Tage, um die Erkundigungen zu erlangen, Mad. T. wußte dies genau. In dieſen vier Tagen ſetzte ſie ihr gewöhn⸗ liches Leben fort, machte und empfing Beſuche, beſchäftigte ſich mit der Toilette, parfümirte ſich und verſäumte ſelbſt nichts, um

nun änderte ſie ihren Plan. Am dritten Tage ging ſie ſpät von einer Freundin fort und ließ ihre Boa, ihren Muff, ihr geſticktes Taſchentuch und ihre goldene Kette bei derſelben, um, wie ſie ſagte, den Dieben kein Lockmittel zu bieten. Zu Hauſe ſchenkte ſie ihrem Kammermädchen das Kleid, welches ſie trug, da ſie, wie