Teil eines Werkes 
7./8. Th. (1844)
Entstehung
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welche die letzte ſein ſollte, befand ſie ſich in dem Coupé des Poſt⸗ wagens neben einer andern Reiſenden, deren Täſchchen hundert Thaler in Gold und ein Portefeuille mit Wechſeln auf verſchiedene Bankiers enthielt. So oft die Reiſende ausſtieg, empfahl ſie ihr Täſchchen dem Conducteur, der ihr natürlich antwortete:Madame, dafür ſorgen Sie ſelbſt; die Taſche iſt nicht declarirt und geht mich alſo nichts an.

Bei der Ankunft in Paris und bei dem Ausſteigen ſuchte die Reiſende ihr Täſchchen; es war verloren, geſtohlen, und es ent⸗ ſtand natürlich große Unruhe; aus übergroßer Vorſicht wurden alle Reiſenden durchſucht, ausgenommen die ſchöne Dame im Coupé, die man doch unmöglich einer ſolchen Prüfung unterwerfen konnte, die ihrer Reiſegefährtin bei dem Suchen behülflich war, ſich mit Bedauern von ihr trennte, aber nicht auf immer, und dieſelbe um die Erlaubniß bat, ſich nach ihrem Befinden und Abenteuer erkundigen zu dürfen.

Am zweiten Tage begab ſich Mad. T. wirklich zu ihrer neuen Freundin; der Mann derſelben war zugegen und das Geſpräch ging bald auf die Reiſeereigniſſe über, auf den Verluſt des Reiſe⸗ täſchchens und deſſen Inhalt.

Sie können denken, ſagte Herr L.,daß mir der Verluſt des Geldes nicht das Unangenehmſte iſt; die Summe iſt nicht be⸗ deutend, wohl aber iſt es die der Wechſel, die dem Diebe doch nichts nützen werden, da ich meine Maßregeln bereits getroffen habe; ich werde aber lange warten müſſen, ehe ich den Betrag dieſer Wechſel einziehen kann.

Dann ſprach man von anderen Dingen. Mad. T. beſchäftigte ſich viel mit einem hübſchen kleinen Mädchen, das um ſie ſpielte. Beim Abſchied wurde ein baldiger neuer Beſuch verabredet. Am andern Morgen früh kam ein Brief durch die Poſt an Herrn L.; der Portier brachte und übergab ihn dem hübſchen Kinde, das ihn ſelbſt zu ſeinem Vater tragen wollte und dieſem bei dem Ueber⸗

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