Teil eines Werkes 
7./8. Th. (1844)
Entstehung
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gefähr 300,000 Francs. Das doppelte Teſtament wurde abgefaßt und bei einem Notar niedergelegt; dann begab man ſich von Calais nach Dover, von Dover nach London, und nun ſollten die letzten Formalitäten vollzogen werden.

Friedrich fühlte noch immer ein gewiſſes Unwohlſein in Folge der ſtürmiſchen Ueberfahrt; ſeine Reiſegefährtin ſuchte ihn davon zu befreien, indem ſie ihm eigenhändig mehrere magenſtärkende Mittel bereitete, unter andern auch ein Stück Zucker gab, das ſie in eine gewiſſe Flüſſigkeit tauchte. Als Friedrich aber dieſen Zucker an den Mund brachte, fand er mit Verwunderung einen höchſt unangenehmen Geſchmack und er warf das Stück deshalb ſogleich in das Feuer. Mad. T. fuhr auf und äußerte großen Verdruß darüber.

Wie? ſagte ſie zu Friedrich,Du mißtraueſt mir? Warum wirfſt Du weg, was ich Dir gebe? Was fürchteſt Du? Was ver⸗ mutheſt Du?

Friedrich antwortete, er fürchte und vermuthe nichts, aber das Stück Zucker ſei ihm ſchlecht vorgekommen und deshalb habe er es weggeworfen, ohne etwas Anderes dabei zu denken, als es ſo ſchnell als möglich los zu werden; was denn auch die Wahrheit eaber nicht, daß das Geſicht ſeiner Braut, das vorn, die aus ihren flammenden Augen ſprachen, gebracht hatten, bei denen er ſich nicht gern aufhielt.

er Tag verging, ohne daß etwas anderes Beunruhigendes vorgekommen wäre; die Zimmer der beiden Brautleute ſtießen an einander, und Friedrich hörte in der Nacht ganz deutlich Mad. T. mit halb erſtickter ängſtlicher Stimme rufen:

Du mich verrathen!.. Du mich anzeigen! Und warum? Habe ich Dir nicht Gutes genug gethan? Was haſt Du gegen mich? Gnade! Gnade! Ich bitte darum!

Offenbar ſtörte ein peinlicher Traum den Schlaf der Mad. T.;

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