Teil eines Werkes 
7./8. Th. (1844)
Entstehung
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jungen Schweſter bei Mad. T., die nicht minder untröſtlich zu ſein ſchien. Die ganz beſondere Pflege, die ſie dem Gatten ihrer verſtorbenen Freundin ſchenkte, ſollte dieſen gewiß an ſeinen Aus⸗ ſpruch erinnern:Wenn ich Wittwer wäre c. Aber es war vergebens; Herr R. ſchien nur für die Liebenswürdigkeit und Tugend ſeiner Frau ein Gedächtniß zu haben. Ohne beſtimmt zu erklären, daß er ſich nicht wieder eae ichen würde, klagte und trauerte er meiſt allein. Mad. T. hatte Unglück darin, wie in Allem. Oft zögerten Bewerber in dem letzten Augenblicke noch und traten wieder zurück; einige nicht ohne guten Grund. Er⸗ wähnen wir ein Beiſpiel von zehn.

Eines Tages erſchien einer ihrer Freunde als Brautwerber bei ihr und bat ſie um ihre Hand für einen Mann, der ſie ſchon lange liebe. 1

Nur Eins wundert mich, antwortete Mad. T. im ſchmei⸗

chelndſten Tone und indem ſie ein Geſtändniß unter der Form

eines Vorwurfs zu verbergen ſuchte,nämlich daß man Aufträge für Andere beſorgt, wenn man für ſich ſelbſt ſprechen könnte. Wie, Madame, es wäre wahr? Ich bete Sie an, Sie wiſſen es, aber ich wagte nicht, nach einem ſolchen Glücke zu ſtreben. Und warum nicht? 4 Jetzt darf ich es Ihnen nicht ſagen.. Kurz, ſie wurden Beide noch dieſelbe Stunde einig. Aus verſchiedenen Gründen wünſchte Mad. T., ihre Verbindung möchte in England gefeiert werden, und einige Tage vor der Reiſe über den Kanal drückte ſie, wegen des doch immer zweifelhaften Aus⸗ ganges einer Seefahrt, den Wunſch aus, es möchte ein Teſtament, in welchem die Verlobten einander gegenſeitig ihr geſammtes Ver⸗ mögen vermachten, vor einem Notar unterzeichnet werden. Friedrich, ſo hieß der Bräutigam, ſah kein Hinderniß, das der Erfüllung dieſes Wunſches entgegenſtehen könnte; nach der Erklärung der 8 Nar. T. war ihr Vermögen ſo ziemlich gleich; Jedes beſaß un⸗