Teil eines Werkes 
7./8. Th. (1844)
Entstehung
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Mit einem Advocaten verheirathet, deſſen Name, beiläufig ge⸗ ſagt, ein ſehr lächerlicher war, Mutter zweier Kinder, verließ ſie 1832 die kleine Stadt, in welcher ſie wohnte, um ſich nach Paris zu begeben und da wegen eines ihrer Kinder ärztliche Hülfe zu ſuchen. Sie nahm ihre W Bohnung in einer Heilanſtalt und lernte da einen Fremden kennen, einen kleinen ſchwarzen Braſilianer mit ſataniſchem Geſicht, in den ſie ſich ſofort verliebte. Der Braſilianer reiſte nach Italien, wohin ihn Geſchäfte riefen, und während der Zeit, die ſeine Abweſenheit dauern ſollte, kehrte Mad. T. zu ihrem

Gatten zurück. Kaum waren einige Wochen vergangen, als der

Mann aus der Welt ſchied; auch der Vater und die Mutter der Mad. T. ſtarben kurz darauf.

Als Mad. T. und der Braſilianer einander in Paris wieder⸗ ſahen und das Wort Che ausgeſprochen wurde, erklärte der Fremde rund heraus, er würde niemals eine Wittwe mit Kindern heira⸗

then, ein ſchreckliches Wort, das nur zu wohl verſtanden wurde. Mad. T. nahm ſich eine andere Wohnung, und ihre beiden Söhne

waren in derſelben Straße in Penſion. Einige Tage vor der Prüfung wurde der Aeltere unter dem Vorwande einer leichten Unpäßlichkeit zu der Mutter beſchieden, damit ſie ihn ſelbſt pfle⸗ gen könnte; man legte ihm Blutigel hinter die Ohren und er ſtarb plötzlich mit allen Symptomen einer Gehirncongeſtion. Bei dem zweiten ging es eben ſo; die Leidenſchaften kennen die Geduld nicht. Mad. T. hatte zwiſchen den beiden Acten dieſes ſchrecklichen Drama's nur ſo viel Zeit vergehen laſſen, um die Wahrſcheinlich⸗ keit bis zu einem gewiſſen Punkte zu retten. Immer wollte die troſtloſe, in Thränen ſchwimmende Mutter, man ſolle den Leichnam ihrer Kinder öffnen, um ſich von der Urſache ihres Todes zu über⸗ zeugen. Immer wendete ſie eine beſondere Sorgfalt darauf, ihr letztes Aſyl zu ſchmücken. Immer behielt ſie die Porträts ihrer Kinder in ihrem Zimmer vor ihren Augen.

Geſtehen Sie, ſagte man unaufhörlich,die arme Mad. T.

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