Wenden wir uns nun zu den Thaten der andern Schuldigen, deren Operationen nach der Verabredung auf allen Punkten gleich⸗ zeitig begannen. Am 21. April präſentirte Friedr. Pipe als Dr. Coul⸗ ſon in Genua dem Hauſe Gibbs u. Comp. Creditbriefe, auf die er ſich 37,000 Frcs. in Gold zahlen ließ, womit er Kunſtgegen⸗ ſtände kaufen wollte. Den Tag darauf präſentirte er in Turin bei Nigra u. Sohn einen andern Brief, auf welchen er 15,000 Fres. erhob. Am 23. war er mit Graham dem Aeltern in Mailand und nahm von Paſtrun, Girod u. Comp. 20,000 Fres.; eine gleiche Summe erhielten ſie zu Parma von dem Hauſe Louis Laurent u. Comp. Von Parma begaben ſie ſich nach Rom über Livorno, wo ſie eine Zuſammenkunft mit Bourbel hatten, um die bereits gemachte Beute mit ihm zu theilen. Am 28. übergab Bourbel wirklich ſeinem Bankier in Florenz 1700 Nopoleonsd'or.
An demſelben Tage ließ ſich Coulſon bei Lemagurier eine Summe von 5000 Frs. auszahlen. Am nächſten Tage kam er wieder und verlangte noch 32,500 Fres. Lemagurier ſchien zu zögern, denn es war das erſte Mal, daß er einen Wechſel von dem Hauſe Glyn u. Comp. erhielt. Dieſe Zögerung brachte Coulſon ungemein auf. Sein Vater, ſagte er, habe ihn hierher geſchickt, um Gemälde zu kaufen, die man ihm in Auftrag gegeben, und wenn er das Geld nicht erhielte, würde er auch die 5000 Francs zurückgeben, nach England zurückkehren, die Herren Glyn u. Comp. verklagen und von denſelben Erſtattung ſeiner Reiſekoſten und Entſchädigung für den Zeitverluſt verlangen. Lemagurier erholte ſich, als er dieſen Unwillen ſah, Raths bei dem engliſchen Conſul und bei einer andern Perſon, und hatte das Unglück, zu zahlen. Seitdem hat man von den beiden Spitzbuben nichts wieder gehört.
Am Rhein machten die Fälſcher ebenfalls gute Geſchäfte. Die Gräfin von Vendoe(die Mätreſſe des de Caſtel) wendete ſich, nach⸗* dem ſie Aachen verlaſſen hatte, nach Cöln, wo ſie ſich von dem Hauſe Oppenheim u. Comp. 12,500 Fres. auszahlen ließ. Man


