Teil eines Werkes 
7./8. Th. (1844)
Entstehung
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und ich mag von Niemandem Geld auf einen Wechſel genommen haben, der für falſch gehalten wird, und wäre es auch nur von einem Philipſon. Hier ſind Ihre 5000 Francs; haben Sie die Güte, an Ihre Correſpondenten darüber zu ſchreiben; ich werde auf Sicht auf das Haus Glyn u. Comp. ziehen. Das Beharren des Grafen, ſein ſicheres Benehmen und ſeine beſtimmten Reden überzeugten die Bankiers; ſie nahmen gegen ihren Willen das Geld zurück und ſchrieben auf den Wechſel:Zahlung annullirt nach dem Willen des Inhabers.

Das war ein Meiſterſtreich. Allerdings hatte er Philipſon nicht betrügen können; dadurch aber, daß er die 5000 Fres. zurückgab, ſteigerte er ſeinen moraliſchen Credit und der Wechſel erhielt durch die darauf geſchriebenen Worte etwas Authentiſches. Man wundert ſich vielleicht, daß Einer der Schuldigen das Haus ſeines Mit⸗ ſchuldigen zum Opfer erwählt; die Erklärung iſt jedoch nicht ſchwer zu finden. Der Antheil Bogle's an der Beute betrug nach der Ausſage Perry's 20 pCt. und der Gewinn von den ſeinem Hauſe entnommenen 5000 Francs mußte deshalb größer ſein, als ſein Verluſt als Compagnon des Hauſes.

Paindray reiſete am 22., nachdem er dieſen Beweis von ſeinem Zartgefühle gegeben und ohne Zweifel über die Leichtgläubigkeit der Menſchen gelacht hatte, mit der Poſt nach Bologna ab. Am 23. präſentirte er bei Londi und Rocandelli einen Wechſel, auf den 8675 Franes erhob, und am 25. ließ er ſich in Venedig bei den Gebr. Dubois noch 1000 Franes zahlen. Von Venedig ging er mit dem Dampfboote nach Trieſt, wo er am 29. von Richard Routh 39,300 Franes erhielt. Herr Routh wurde von dem Be⸗ nehmen des angeblichen Grafen ſo bezaubert, daß er ihn Abends zu ſich in ſeine Loge im Theater und dann zum Abendeſſen einlud. Dafür ließ ihm Paindray ſeinen Wagen zurück, als er ſich nach Griechenland und Aegypten einſchiffte, und erſuchte ihn, denſelben zu gebrauchen, bis er zurückkäme. Man hat ihn nie wieder geſehen.