Teil eines Werkes 
7./8. Th. (1844)
Entstehung
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SeinGeſtändniß erſchien im Juli 1826, und niemals hat ein Buch in Amerika gleich großes Aufſehen gemacht.

Unmittelbar nach der Verurtheilung Beauchamp's bat die Frau deſſelben, mit ihm ſein Gefängniß theilen zu dürfen. Entſchloſſen, mit ihm zu ſterben, der für ſie ſterben ſollte, zeigte ſie ihm, als ſie in ſeinem Kerker erſchien, Gift und einen Dolch. Nachdem dieſes merkwürdige Weib in einem Gedichte, das durch Kraft und hohe Poeſie ausgezeichnet iſt, von der Welt Abſchied genommen hatte, theilte ſie mit Beauchamp das Giſt; ſie ſtellten ſchriftlich die Bitte, daß man ſie Beide in einen Sarg lege, dann beteten ſie und erwarteten umſchlungen den Tod. Zweimal täuſchte er ihre Erwartung, zweimal ſtumpfte das Gift an der Kraft dieſer Naturen ab, die ſtärker waren, als daſſelbe. Da ſtand Anna Cook von ihrem Schmerzenslager auf, nahm den Dolch und reichte ihn ihrem Manne, der ſich zuerſt den Stoß verſetzte. Kaum war der Stahl in den Buſen deſſelben gedrungen, ſo riß ihn Anna Cook mit Be⸗ geiſterung heraus und gab ſich ſelbſt die Todeswunde.

Die Stunde der Hinrichtung nahete. Der Ker Beauchamp im Blute ſchwimmend, aber noch lebend. ihn auf das Schaffot zu bringen. Ehe er aber daſſelbe beſtieg, verlangte er, man möge ihn noch einmal ſeine Frau ſehen laſſen. Man führte ihn zu ihr; er ergriff ihre Hand, überzeugte ſich, ob ihr Herz noch ſchlage, und ſagte:

Lebe wohl, Du Kind des Unglücks! Jetzt biſt Du vor den böſen Zungen ſicher. Für Dich habe ich gelebt, für Dich ſterbe ich. Auf Wiederſehen!

Er küßte ſie und wurde auf das Schaffot getragen, wo er mit einer Ruhe ſtarb, welche die Anweſenden⸗ mit kaltem Schauer erfüllte.

Seein alter Vater bat, man möge ihm den Leichnam des Sohnes und Anna Cook's überlaſſen, und er legte Beide, nach ihrem letzten Wunſche, in einen Sarg.*

Dr. Diezmann. 8. 6