Eine Betrügerei im Großen.
Es machte vor einiger Zeit eine Betrügerei im Großen gewaltiges Aufſehen; das bekannte engliſche Journal„The Times“ machte zuerſt darauf aufmerkſam, und ein gewiſſer Bogle, den das Jour⸗ nal als Mitſchuldigen bezeichnet hatte, verklagte daſſelbe, weil er hoffte, ſein Ankläger werde nicht im Stande ſein, Beweiſe beizu⸗ bringen; aber das Journal wendete gegen 20,000 Thlr. auf, um die Beweiſe herbeizuſchaffen, und die Jury, welche in der Sache zu ſprechen hatte, erkannte dem Herrn Bogle eine Entſchädigung von— einem Pfennig zu.
Die he ſelbſt, welche die Times mit ſo großen Koſten auf⸗ klärte, und wie ſie der Vertheidiger des Journals vorlegte, iſt folgende:
Der Zweck des Complottes war, die angeſehenſten Bankiers in ganz Europa um eine Summe von etwa 7 Millionen Thalern zu betrügen. Nach dem Gelingen des Unternehmens wollten die Fälſcher auf verſchiedenen Wegen entweichen und in Amerika, in
Aegypten und Indien von dem Ertrage ihres Verbrechens gemäch⸗
lich leben. Der Betrug ſollte durch falſche Crediteircularbriefe vollbracht werden. Die Leſer kennen dieſe Papiere, welche für die
Reiſenden ſo bequem ſind. Es ſind Wechſel, die ein Bankier auf
alle ſeine Handelsfreunde zieht, deren Namen und Wohnorte am Nande des Wechſels verzeichnet ſtehen. Mit einem ſolchen Papier
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kann man ſich zu allen Geſchäftsfreunden eines Bankiers begeben


