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Gegner auf ſie wälzen wollten; es lag in ihrem Intereſſe, darzu⸗ thun, daß das Verbrechen eine perſönliche Rache ſei; ſie muſterten deshalb das Leben des Oberſten und erinnerten namentlich an die Verführungsgeſchichte, die ihrer Meinung nach ihm wohl eine ſolche Strafe hatte zuziehen können. Ihre Vertheidigungsgründe waren eben ſo viele Beſchuldigungen für Beauchamp, der ſelbſt Whig war und auf die Unterſtützung dieſer Partei gerechnet hatte. Bei dieſem erbitterten Kampfe entgegengeſetzter Leidenſchaften war die Familie des Oberſten genöthigt, wieder auf Beauchamp zurück⸗ zukommen; ſie ſuchte aber den Privathaß des Gatten Anna Cooks unter politiſchem Haſſe zu verſtecken. Man erkaufte falſche Zeugen, und Beauchamp wurde durch die Ausſagen derſelben überwieſen, aus politiſchem Haſſe dem Oberſten Sharp nach dem Leben ge⸗ trachtet zu haben. Der ganze Proceß war ein unermeßlicher Haufen von falſchen Schwüren und richterlicher Unverſchämtheit. Trotzdem würde Beauchamp wahrſcheinlich dieſem Lügengewebe entgangen ſein, wenn nicht ein Verräther, der ſich für⸗ſeinen Freund ausgab, der Frau deſſelben ein Billet zu entlocken gewußt hätte, welches das Verderben des Angeklagten wurde.
Als Beauchamp verurtheilt war, erhob er ſich und ſagte zu ſeinen Richtern:
„Sie haben die größte Ungerechtigkeit begangen, die unter dem Himmel geſchehen kann; Ihr Urtheil iſt nichts als ein Gewebe von Irrthümern, wie die Ausſagen meiner Ankläger nichts als Lügen waren; gleichwohl bin ich der Mörder. Ich verlange indeß, daß meine Hinrichtung verſchoben werde, bis ich mein Geſtändniß nie⸗ dergeſchrieben und darin gezeigt habe, wie ein Verbrecher unge⸗ recht verurtheilt werden und als Märtyrer der Geſetze der Menſchen fallen kann, während er nur vor denen Gottes ſchuldig iſt.“
Die öffentliche Meinung wurde durch dieſe Erklärung ſo auf⸗ geregt und die Neugierde Aller ſo geſpannt, daß der Gouverneur von Kentucky das Geſuch Beauchamp's nicht zu verwerfen wagte.


