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Familie gebracht. Sie umſchlang mit ihren Händen meine Kniee und flehte den Segen ihres Vaters und ihrer verſtorbenen Geſchwiſter auf mich herab, die ſie bat, ſich im Himmel bei dem göttlichen Rich⸗ ter zu verwenden und mich vor jeder Strafe für die That, die ich vollbracht, zu bewahren. Dann ſtand ſie in Thränen auf und fragte:
„Biſt Du geſund und wohl, lieber Mann?“
Ich verſicherte ſie, daß ich nun über Alles erhaben ſei, was Menſchen mir thun könnten, da der, welcher ſie beleidigt, endlich durch mich geſtraft worden. Doch glaube ich, daß man mich ver⸗ folgen würde und daß ich die watchmen noch in dieſer Nacht an⸗ kommen zu ſehen erwarte. Anfangs waren wir entſchloſſen, uns zu vertheidigen und im Nothfalle die Vereinigten Staaten zu ver⸗ laſſen; am andern Tage entſchloß ich mich aber, lieber zu ſterben, als mein Vaterland zu verlaſſen. Es gab ja nicht den geringſten Beweis gegen mich, und ich nahm mir daher vor, alle möglichen Nachforſchungen ruhig zu ertragen.
Beauchamp wurde wirklich bald verhaftet. Er übergab ſich den Dienern der Gerechtigkeit ohne Schwierigkeit, unter der Bedingung jedoch, daß man ihm ſeinen Dolch laſſe und ihm auf ſein Ehren⸗ wort erlaube, frei mit ihnen zu reiſen. Nachdem dieſe Bedingungen angenommen waren, nahm er ſeine Gäſte herzlich auf. Nach dem Frühſtücke erzählte man ihm, man habe das Maß von den Schuhen des Mörders genommen, der durch den Garten entflohen ſei, in dem man ſeine Fußtapfen gefunden habe. Darauf forderten ſie ihn artig auf, ſeine Schuhe meſſen zu laſſen.
Dies gefiel mir ſehr, ſagte Beauchamp, weil ich die Ueber⸗ zeugung hatte, daß die Fußtapfen im Garten die meinigen nicht waren; aber wie erſchrak ich, als ich ſah, daß mein Schuh dem Maße pollkommen entſprach!„Es iſt richtig,“ ſagten die Leute mit einer Freude, die nicht eben artig war. Da ſie mich aber verſicherten, daß man die Fußtapfen ſorgfältig bewahrt habe, ſo verließ ich mich mit Vertrauen auf eine genauere Prüfung.


