Teil eines Werkes 
7./8. Th. (1844)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Herr Beauchamp, fragte er,was ſind Sie?

Advocat.

Sagten Sie nicht, Sie wohnten in der Grafſchaft Simpſon? 6

Allerdings.

Sind Sie verheirathet?

Ja.

Welche Dame heiratheten Sie, Herr Beauchamp?

Miß Anna Cook, Herr Wirth.

Ich ſah, wie bei dieſen Worten ſein ſchon duͤſteres Geſicht ſich noch mehr verdüſterte. Ich hatte wohl errathen, daß dies die Hauptſache ſei, die er wiſſen wollte, aber ich hatte auf ſeine neu⸗ gierigen Fragen mit der größten Unbefangenheit geantwortet, als wäre es ein ganz natürliches Geſpräch. Ich erzählte ſelbſt, daß ich wieder aufbrechen wollte, und verließ Frankfort ohne weitern Vorfall.

Zwei oder drei Meilen von der Stadt bemerkte ich, daß ich in meinem Zimmer im Wirthshauſe mein Taſchentuch zurückgelaſſen hatte, erinnerte mich, daß ſich vom Naſenbluten Blut daran be⸗ fand, und dachte ſogleich an die Folgerungen, die man aus dieſer Entdeckung ziehen würde. Ich war verſucht, umzukehren, um dieſes Taſchentuch zu holen, aber ich bedachte, daß dies die Auf⸗ merkſamkeit erſt erregen würde, wenn es noch nicht geſchehen ſei; ich ſetzte alſo meinen Weg fort.

Am Abende des vierten Tages kam ich zu Hauſe an. Meine Rückkehr hatte ſich nicht um eine Viertelſtunde länger verzögert, als ich ſie meiner Frau vorherbeſtimmt hatte. Sie ging auf dem Wege ſpazieren, auf dem ich ankommen mußte, und befand ſich in großer Spannung. Solhald ich ſie in der Ferne allein kommen ſah, winkte ich zum Siegeszeichen mit einer kleinen Fahne. Sie eilte mir entgegen und warf ſich vor mir nieder. Sie vergoß einen Strom von Thränen und dankte dem Himmel, der ſie endlich für alle die Noth gerächt habe, die ein Verräther über ſie und ihre