Teil eines Werkes 
7./8. Th. (1844)
Entstehung
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hatte meine Frau ſie gearbeitet und meinem Geſicht angepaßt. Als Fußbekleidung nahm ich nur zwei Paar wollene Strümpfe, um meine Füße auf der Flucht zu ſchützen und zu verhindern, daß man die Richtung, die ich eingeſchlagen, durch das Geräuſch meiner Tritte bemerke, wenn ich verfolgt werden ſollte. Zu gleicher Zeit packte ich meine Kleidungsſtücke zuſammen und trug ſie an einen Verſteck am Fluſſe, um ſie wieder anzulegen, wenn die That voll⸗ bracht ſein würde. Ich verließ das Gaſthaus, ohne daß mich Jemand ſah oder hörte. Bei mir hatte ich ein großes Fleiſcher⸗ meſſer, das meine Frau ſelbſt vor mehreren Monaten gewetzt hatte, damit es Niemand für eines erkenne, das mir gehört.

Als ich vor dem Manſion⸗Houſe vorüberging, ſah ich den Oberſten Sharp in dem Saale. Ich wußte, daß er ſich hier ge⸗ wohnlich einfand, und beſchloß zu warten, bis er nach Hauſe zu⸗ rückkehre. Ich trieb mich deshalb in der Nähe umher. Endlich kam er, aber in Begleitung ſeines Bruders. Ich wartete, bis dieſer ſich entfernt haben würde. Der Mond ſchien nicht, aber es war ſo hell, daß man wohl das Geſicht eines Freundes erkennen konnte. Ich zog mein Meſſer, trat an die Thür und klopfte dreimal.

Wer iſt da? fragte der Oberſt Sharp von weitem.

Corington, antwortete ich, indem ich die Stimme dieſes Mannes, eines Freundes des Oberſten, nachahmte.

Ich hörte dieſen bald kommen und bemerkte, daß er ohne Licht erſchien. Als er die Thür öffnete, ergriff ich ihn mit der linken Hand wie mit einer Eiſenfauſt. Er wollte zurück, ſuchte ſich los⸗ zumachen und ſagte:

Welcher Corington ſind Sie?

John Corington.

Ich kenne Sie nicht.

Kommen Sie an das Licht, damit Sie mich erkennen.

Ich zog ihn an die Thür, riß da die Maske ab und ſah ihm in das Geſicht.