Teil eines Werkes 
7./8. Th. (1844)
Entstehung
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ſtachelte ſie unaufhörlich auf, indem er ihr wiederholentlich ſagte, der Graf und die Gräfin ſeien erfreut, daß die Erbſchaft nicht in ihre Hände käme, gab ihr ſogar zu verſtehen, das Kind ſei nicht auf rechtmäßige Weiſe entſtanden. Wie das ſowohl beim Umgang mit Privatperſonen, als auch bei den Diplomaten üblich iſt, be⸗ gann er damit, die Marquiſe ganz allmälig auf ſchlechte Gedanken zu bringen und ihr gleichſam das Verbrechen einzuimpfen. Er fand im Herzen der Frau von Bouillé drei mächtige Verbündete: ihre Leidenſchaft, ihre Habſucht und ihren Haß; bald willigte ſie in Alles ein, was der Marquis von Saint Mairent verlangte. Er hatte einen verſchlagenen, geſchickten Menſchen bei ſich, einen vertrauten Diener, welcher vollkommen zu ſo einem Herrn paßte; dieſen ſchickte er ſehr häufig in der Umgegend von Saint Géran herum.

Als der Marquis ſich eines Abends eben niederlegen wollte, kam dieſer Menſch von einem Ausfluge zurück, trat in das Zimmer ſeines Herrn, ſagte ihm, er habe jetzt endlich gefunden, was er

ſo lange ſuche, und übergab ihm ein Papier, auf welchem die

Namen mehrerer Orte und Perſonen aufgeſchrieben waren. Am folgenden Tage ließ der Marquis in aller Frühe zwei Pferde ſatteln, ſchützte eine wichtige Angelegenheit vor, derent⸗

wegen er nach Hauſe müſſe, bat, ihn beim Grafen zu entſchuldi⸗

gen, wenn er drei oder vier Tage ausbleiben ſollte, und galoppirte dann mit ſeinem Bedienten davon.

Die Nacht brachten ſie in einer entlegenen Schenke auf der Straße nach der Auvergne zu, um ſich allen Beobachtungen zu entziehen; dann ſchlugen ſie Seitenwege ein und kamen nach zwei Tagen in einem Marktflecken an, um den ſte in einem weiten Kreiſe rund herumgeritten waren.

Hier wohnte in einer Vorſtadt eine Frau, welche Hebammen⸗ geſchäfte verſah und als ſolche in der Umgegend viel zu thun hatte, die jedoch, wie man ſagte, für Leute, die ſie gut bezahlten, ge⸗

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