Teil eines Werkes 
7./8. Th. (1844)
Entstehung
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Arbeit, und die Luft zitterte vom allgemeinen Jubelgeſchrei; die Dienerſchaft lief ihrer Gebieterin entgegen, die älteſten Leute weinten vor Freude, ihren Gebieter ſo beglückt zu ſehen durch die Hoffnung auf einen Erben. Auch der Marquis von Saint Maixent und Frau von Bouillé thaten ihr Möglichſtes, um ſich zu dieſem Tone der Freude mit Gewalt heraufzuſtimmen.

Die Marſchallin von Saint Géran, die noch an demſelben Tage auf das Schloß kam, wollte noch immer nicht an die freu⸗ dige Botſchaft glauben und hörte erſt da auf, an dem der Familie widerfahrenen Glück zu zweifeln, als ſie ihrer Schwiegertochter die Hand auf den Leib gelegt und ſich ſo von dem Daſein des heißerſehnten Kindes überzeugt hatte. Der Graf und die Gräfin waren in der Umgegend ſehr beliebt, und überall war man über das unverhoffte Ereigniß ſehr erfreut, beſonders in den zahlreichen Häuſern ihrer Verwandtſchaft. In den erſten Tagen ſchon erſchienen einige zwanzig vornehme Damen, um der Gräfin ihre Theilnahme zu bezeigen, und alle dieſe Damen überzeugten ſich bei verſchie⸗ denen Gelegenheiten, daß das Kind ſich im Mutterleibe bereits zu regen begann; viele legten ſich auch aufs Prophezeien und ſagten, ſie würde einen Knaben gebären. Bald ließ das Anſchwellen ihres Leibes und die gewöhnlichen Vorzeichen keinen Zweifel mehr übrig, und alle Aerzte erklärten ſie einſtimmig für ſchwanger; einen dieſer Aerzte behielt der Graf zwei Monate lang im Hauſe und ſprach mit ihm, wie auch mit dem Marquis von Saint Maixent, daß er die Abſicht habe, nächſtens eine tüchtige Hebamme zu ſich zu nehmen. Die Marſchallin, deren Namen das Kind bekommen ſollte, ließ bereits eine prächtige Wiege, geſtickte Windeln, Häub⸗ chen und Kleiderchen machen.

Die Marquiſe verheimlichte ihren Verdruß, ſo gut es gehen wollte, und von alle den durch die Freude verblendeten Perſonen bemerkte Niemand, daß ihre Seele auf Unheil brüte. Der Mar⸗ quis, den ſie täglich ſprach, vermehrte nur noch ihren Groll und