ſie ſich immer glaublicher zu machen und ſich bei derſelben zu beruhigen.
Am folgenden Tage gingen ſie Arm in Arm eine einſame Allee des Parks entlang und ſprachen über alle Möglichkeiten ihres Ver⸗
hältniſſes und der Veränderungen, welche die etwaige Geburt eines Erben von Saint Géran herbeiführen könnte. Der Marquis ſtellte der Frau von Bouillé vor, welch' ein ungeheuerer Verluſt ihr be⸗ vorſtehe, wenn die Nachricht des Grafen begründet wäre, und ließ darauf die Bemerkung fallen, daß, wenn die Gräfin auch wirklich ein Kind unter dem Herzen trage, doch daſſelbe noch mancher Fähr⸗ lichkeit ausgeſetzt ſei; es müßte, ſagte er, der Graͤfin kein Unfall begegnen, es müßte ferner die Entbindung glücklich von Statten gehen, und was müſſe ſich nicht noch Alles ereignen, bis es dazu komme.
„Das Kind kann ſterben,“ ſagte er endlich.
Dann ließ er einige unheilſchwangere Worte fallen, wie wenig an dem Tode eines ſo hinfälligen, verſtandloſen Geſchöpfes gelegen ſei, das, wie er meinte, doch eigentlich weiter nichts ſei, als ein ungeſchicktes Stück Fleiſch, und nur geboren werde, um eine Frau, wie die Marquiſe, zu ruiniren.
„Aber wozu ſoll man ſich quälen mit Sorgen,“ brach er un⸗ geduldig ab;„die Gräfin iſt nicht ſchwanger und kann es un⸗ möglich ſein.“
Ein Gärtner, welcher in der Nähe arbeitete, hörte dies Ge⸗ ſpräch; da ſie jedoch ſchnell vorübergingen, hatte er nur einige Worte vernommen, während ihm das Uebrige entging.
Einige Tage ſpäter kamen Reiter an und meldeten, daß der Graf und die Gräfin nicht mehr weit entfernt ſeien. Bald darauf ſah man Packwagen und Kutſchen erſcheinen und zuletzt auch die Sänfte der Gräfin, die der Graf von Saint Géran zu Pferde begleitete und während der ganzen Reiſe nicht verlaſſen hatte. Sie wurden wie im Triumph empfangen; alle Landleute verließen die
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