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oft auf die Jagd mitnahm, tagüber aber die ganze Familie faſt unausgeſetzt zuſammenblieb; ſeine Angelegenheit ging daher dem Marquis etwas zu langſam.
Seit zwanzig Jahren hatte die Gräfin die Hoffnung noch nicht aufgegeben, daß ihre Gebete doch endlich erhört werden und ſie ihrem Gatten einen Sohn gebären würde. Sie hatte ſich mit allen möglichen Scharlatanen eingelaſſen, welche damals ſelbſt in vor⸗ nehmen Häuſern Glauben und Zutritt fanden. Allein nichts wollte helfen, und ſie mußte ſich zuletzt doch an den Gedanken gewöhnen, keine Kinder zu bekommen. Auch der Graf, deſſen Zärtlichkeit gegen ſeine Frau jedoch dadurch nicht vermindert wurde, rechnete nicht mehr auf einen Erben und hatte deßhalb ſein Teſtament ge⸗ macht. Die Hoffnungen der Marquiſe waren zur Gewißheit ge⸗ worden, und Saint Maixent, der ſich von dieſer Seite vollkommen ſicher glaubte, verfolgte ſeine Pläne in Betreff der Frau von Bouillé; als gegen das Ende des Novembers 1640 der Graf von Saint Göran plötzlich genöthigt war, eine Reiſe nach Paris zu machen.
Die Gräfin konnte den Gedanken einer längern Trennung nicht ertragen und machte den Vorſchlag, mitzureiſen. Der Marquis war entzückt über eine ſo günſtige Gelegenheit, mit Frau von Bouillé im Schloſſe faſt allein zu bleiben, malte ihr die Reiſe nach Paris mit den reizendſten Farben aus und that alles Mög⸗ liche, ſie zu derſelben zu beſtimmen, und auch die Marquiſe ar⸗ beitete ihm hierbei in die Hände. Da die Gräfin ſelbſt große Luſt hatte, erreichten die Beiden ihre Abſicht ohne große Schwierigkeit, und einige Tage darauf reiſten die beiden Eheleute nach der Haupt⸗ ſtadt ab.
Jetzt trug der Marquis weiter kein Bedenken, ſeine ganze Leiden⸗ ſchaft ſichtbar werden zu laſſen, und es wurde ihm nicht ſchwer,
auch das Herz der Frau von Bouillé zu entflammen; er ſtellte ſich
raſend verliebt, und ſie war es wirklich. Das Pärchen machte täglich entfernte Landpartieen, einſame Spaziergänge und brachte 2*


