Teil eines Werkes 
7./8. Th. (1844)
Entstehung
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konnte. Sobald er ſich angezogen, ging er mit dem Grafen in das Speiſezimmer, wo er der Gräfin und den übrigen Mitgliedern der Familie vorgeſtellt wurde.

Es iſt jetzt Zeit, die Leſer mit den Perſonen bekannt zu machen, welche ſich im Schloſſe befanden, und einige Umſtände aus frü⸗ herer Zeit zu erzählen, die zur Erklärung der hier zu berichtenden Thatſachen nöthig ſind.

Der Marſchall von Saint Géran, welcher aus dem Hauſe La Guiche abſtammte und Gouverneur der Provinz Bourbon war, hatte in erſter Ehe Anna von Tournon geheirathet und mit ihr einen Sohn, Claude von La Guiche, und eine Tochter bekommen, welche den Marquis von Bouillé heirathete. Als ſeine Frau ſtarb, heirathete er Suſanne von Epaules, die gleichfalls die zweite Ehe

ſchloß, nachdem ſie früher die Frau des Grafen von Longaunay

geweſen, von dem ſie eine Tochter, Suſanne von Longaunay geboren.

Der Marſchall und Suſanne von Epaules beſchloſſen, um ihre Kinder erſter Ehe gleich vortheilhaft zu ſtellen, ſie zu verheirathen, und Claude von La Guiche, der Sohn des Marſchalls, wurde der Gemahl Suſanne's von Longaunagy.

Dies war der Marquiſe von Bouillé, der jüngſten Tochter des Marſchalls, ſehr verdrießlich. Dieſelbe lebte bei ihrer Schwiegermut⸗ ter und ihre Ehe war eine unglückliche, da ihr bereits ſiebzigjäh⸗ riger Mann ihr viel Grund zu klagen gab.

Die Verbindung Claude's und Suſanna's dagegen war ſehr glücklich bis auf den Punkt, daß ſie unfruchtbar blieb. Die junge Gräfin konnte den Gedanken dieſer Unfruchtbarkeit, welche eine alte berühmte Familie hätte ausſterben laſſen, nicht ertragen, that Gelübde, ſtellte Pilgerfahrten an und befragte Doctoren und Quack⸗ ſalber; aber Alles war vergebens.

Der Marſchall von Saint Géran ſtarb am 30. December 1632, tiefbetrübt, ſeinen Sohn ohne Nachkommenſchaft zu hinterlaſſen.

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