Teil eines Werkes 
7./8. Th. (1844)
Entstehung
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Der Marquis beſah ſich und bemerkte, daß ſein Wamms und der Kragen mit Blut beſpritzt waren, was, da ſeine Kleider außer⸗ dem in die größeſte Unordnung gerathen und mit Staub bedeckt waren, ein erſchreckendes Ausſehen geben mußte.

Ich weiß ſchon, was das iſt, ſagte er;ich und mein Diener ſind eben von einander getrennt; wir trafen mit betrun⸗ kenen Deutſchen zuſammen und geriethen uns in die Haare; ent⸗ weder hat mich einer verwundet, oder ich habe einem der Kerle, mit welchen ich mich herumgebalgt, etwas Blut abgezapft. Das kommt von ſolchen Geſchichten; übrigens fühle ich keine Schmerzen.

Dabei that er, als befühle er ſich am ganzen Leibe.

Ich möchte mich aber doch gern reinigen; auch verſchmachte ich beinahe vor Hitze und Durſt, und mein Pferd iſt auch bei der Geſchichte etwas müde geworden. Wißt Ihr vielleicht, wo ich einen Augenblick ausruhen könnte?

Der Landmann erbot ſich, ihn in ſein eigenes Haus zu führen, welches nur wenige Schritte entfernt lag. Eine Frau und mehrere Kinder, welche bei der Arbeit waren, holten Wein, Waſſer, Obſt und ein großes Stück Schwarzbrod. Der Marquis reinigte ſein Wamms, trank einen Schluck und fragte die Hausbewohner nach verſchiedenen gleichgültigen Sachen. Noch einmal erkundigte er ſich nach den verſchiedenen Wegen, welche ins Bourbonnais'ſche führten, wo er einen Verwandten beſuchen wollte.

Der Bauer ſprach bei dieſer Gelegenheit ſeine Verwunderung darüber aus, daß man auf derſelben großen Landſtraße ſolche Auf⸗ tritte haben könne, auf welcher doch in dieſem Augenblick gerade mehrere Abtheilungen der Wegepolizei umherſtreiften. Uebrigens, ſetzte er hinzu,ſollen ſie ja ganz kürzlich einen wichtigen Fang gethan haben.

Und wen denn? fragte der Marquis.

Einen Edelmann, der viel Böſes gethan hat im Lande.

Wie, ein Edelmann in den Händen der Gerichte?