Pferde hin, eine Piſtole mit geſpanntem Hahn in der Hand. Der erſte Verfolger, welcher das Nacepferd des Marquis ritt und, ſeinem Sergeanten um 200 Schritte voraus war, kommt auf ihn los⸗ geſprengt. Allein bevor er noch Zeit hat, an ſeine Vertheidigung zu denken, ſpringt der Marquis plötzlich auf und ſchießt. Der Reiter ſinkt mit zerſchmettertem Kopf zu Boden; der Marquis ſchwingt ſich, ohne nur den Bügel zu berühren, in den Sattel, giebt ſeinem Renner die Sporen und jagt davon wie der Sturm⸗ wind, während der Sergeant funfzig Schritte hinter ihm wie vom Donner gerührt anhält und kaum begreifen kann, was eben dicht unter ſeinen Augen geſchehen war.
Die ganze Truppe kam im Galopp angeſprengt und glaubte, er ſei gefangen; der Profoß ſchrie aus vollem Halſe:„Tödtet ihn nicht!“ Aber man fand nur den Sekgeanten, der bei dem Reiter kniete, welchem der Marquis den Schädel zerſchmettert hatte.
Den Marquis hatten ſie aus dem Geſicht verloren; denn er wandte ſich aus Furcht vor weiterer Verfolgung querfeldein und jagte noch eine volle Stunde mit verhängtem Zügel. Als er ſich vor der Straßenpolizei geſichert ſah und gewiß war, von den ſchlechten Pferden derſelben nicht mehr eingeholt zu werden, beſchloß er, Halt zu machen, um ſeinen Renner zu ſchonen. Eben ritt er im Schritt durch einen Hohlweg, als er von fern einen Land⸗ mann kommen ſah. Dieſen fragte er nach dem Wege in die Land⸗ ſchaft Bourbonnais und warf ihm einen Thaler zu. Der Mann nahm den Thaler und ſagte ihm den Weg; aber er wußte wohl kaum, was er ſagte, und ſtarrte den Marquis mit ſeltſamen Blicken an. Der Marquis rief ihm zu, er möge ſeines Weges gehen, aber der Landmann rührte ſich nicht nnd blieb wie feſtgewachſen auf der Seite der Straße ſtehen. Mit drohender Miene tritt der Mar⸗ quis auf ihn zu und fragte, warum er ihn ſo unverſchämt anglotze.
„Weil Ihr,“ ſagte der Bauer,„weil Ihr...“ dabei zeigte er auf die Schulter und den Halskragen des Marquis.
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