Teil eines Werkes 
7./8. Th. (1844)
Entstehung
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Huftritte hatten ihn erweckt, er ſprang auf, fürchtete irgend einen Streich und lief in den Schauer. Sein Pferd war fort; der Marquis hatte bei ſeiner eiligen Flucht das erſte beſte genommen, das ihm in die Hände fiel, und gerade das des Soldaten. So⸗ gleich ſchreit er:Heraus! ſeine Cameraden erwachen; man eilt in das Zimmer des Gefangenen, es iſt leer. Auch der Profoß ſteht auf, ganz verdutzt von dem plötzlichen Lärm, und ſieht zu ſeinem Schrecken, daß der Gefangene entwiſcht iſt.

Das Mädchen giebt vor, erſt bei dem Lärm aufgeſtanden zu ſein, und ſucht die Anſtalten zur Verfolgung aufzuhalten, indem ſie die Zäume verſteckt und durcheinander wirft und unter dem Vorwand, zu helfen, den Reitern überall in den Weg tritt. Trotzdem aber galoppirte der ganze Trupp eine Viertelſtunde ſpäter die Landſtraße entlang, wobei der Profoß fluchte wie ein Heide. Die am beſten Berittenen gewannen einen Vorſprung, und die Schildwache, welche das Pferd des Marquis hatte und welcher am meiſten daran gelegen ſein mußte, den Gefangenen einzuholen, eilte den Anderen weit voraus; der Nächſte nach ihr war der Sergeant, der gleichfalls ein gutes Pferd hatte, und da man an dem durchbrochenen Strauchzaun geſehen, welche Straße der Flücht⸗ ling eingeſchlagen, bekamen ſie ihn, wenn auch in weiter Ent⸗ fernung, bald zu Geſicht. Mit jedem Augenblicke wurde der Raum zwiſchen dem Marquis und den Verfolgern geringer; denn das Pferd, deſſen er ſich bemächtigt, war gerade das ſchlechteſte in der ganzen Compagnie, und er hatte es gleich Anfangs übermäßig angetrieben. Als er ſich umwandte, ſah er die Soldaten nur noch einen halben Büchſenſchuß hinter ſich: er treibt das Pferd immer heftiger an und zerfleiſcht ihm die Seiten mit den Sporen, bald aber verliert es die Luft und ſtürzt zuſammen. Der Marquis ſinkt mit ihm zugleich in den Staub; allein während er ſich an den Piſtolenhalftern zu halten ſucht, bemerkt er Piſtolen darin. Schnell iſt ſein Entſchluß gefaßt. Er wirft ſich wie ohnmächtig neben dem