Teil eines Werkes 
7./8. Th. (1844)
Entstehung
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auf dem ſie das Eſſen tragen, ins Feld hinaus, und derſelbe iſt nur mit einem ſchwachen Strauchzaun verſchloſſen, aber..

Wo iſt mein Pferd?

Wahrſcheinlich bei den anderen, unter dem Schauer.

So will ich in den Hof ſpringen.

Sie brechen ſich den Hals.

Deſto beſſer.

O, Gott! Herr Marquis, was haben Sie denn gethan? ſagte das junge Mädchen mit dem Tone tiefen Schmerzes.

Dummes Zeug! Faſt gar nichts, und doch will man mir ans Leben und an die Ehre. Ich darf keine Zeit verlieren und bin feſt entſchloſſen...

Warten Sie noch, antwortete das Mädchen und ergriff ſeinen Arm;links in der Ecke des Hofes liegt ein Haufen Stroh, gerade unter dem Balkon...

Deſto beſſer; es macht weniger Lärm und iſt nicht ſo ge⸗ fährlich.

Er that einen Schritt auf die Thüre zu; das junge Mädchen verſuchte ihn noch einmal aufzuhalten, ohne zu wiſſen, was ſie that; aber er machte ſich von ihr los und öffnete. Der Mond ſchien mit vollem Licht auf den Hof. Er hörte kein Geräuſch, trat bis an das hölzerne Geländer und bemerkte einen Rauchfang, der faſt bis an den Balkon reichte. Das junge Mädchen ſchlug ein Kreuz; der Marquis lauſchte noch einmal, hörte nichts und ſtieg auf das Geländer. Eben wollte er herunterſpringen, als er noch zur rechten Zeit eine grobe Männerſtimme leiſe ſprechen hörte; zwei Reiter waren noch wach, tranken den letzten Reſt einer Kanne Wein und unterhielten ſich dabei in langen Zwiſchenräumen des Schweigens. Der Marquis hielt den Athem an und trat wieder in die Thür ſeines Zimmers. Das Mädchen ſtand noch erwar⸗ tungsvoll auf der Schwelle.

Ich ſagte Ihnen ja, es iſt noch nicht Zeit, flüſterte ſie leiſe.