Teil eines Werkes 
7./8. Th. (1844)
Entstehung
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ſuchteſten Zimmer des Hauſes hinabging. Dieſer Balkon ging nach dem Hofe hinaus und war ebenſo hoch über dem Boden, als das Fenſter. Der Marquis hatte keinen andern Ausweg, als auf einer von beiden Seiten herunterzuſpringen. Eine ganze Weile dachte er daran und kam eben zu dem Entſchluß, auf die Gaſſe zu ſpringen, in der Gefahr, den Hals zu brechen, als Jemand an die Thür klopfte. Er bebte vor freudigem Schreck und ſagte, indem er die Thür öffnete:

Ich bin gerettet.

Eine dunkle Geſtalt ſchlich in das Zimmer. Das junge Mäd⸗ chen zitterte an allen Gliedern und konnte kein Wort hervorbringen.

Ich habe auf der Stelle den Tod, wenn man uns überraſcht.

Dafür iſt aber auch Dein Glück gemacht, wenn Du mich aus dieſer Gefahr retteſt.

Gott iſt mein Zeuge, ſagte ſie,daß ich es von ganzer Seele gern thäte; aber ich bringe eine ſo traurige Nachricht...

Sie konnte vor Schluchzen nicht weiter ſprechen. Das arme Kind war barfuß gekommen, um kein Geräuſch zu machen, und ſchien vor Kälte mit den Zähnen zu klappern.

Nun, was giebt's denn? fragte der Marquis ungeduldig.

Bevor der Profoß ſchlafen ging, hat er meinem Vater alle Schlüſſel aus dem ganzen Hauſe abgefordert und ihn einen heiligen Eid ſchwören laſſen, daß er keine andern habe. Mein Vater hat ſie ihm alle gegeben. Außerdem ſteht an jeder Thür eine Schild⸗ wache; aber ſie ſind alle ſehr ermüdet; einige habe ich ſchnarchen hören; ich habe ihnen noch mehr Wein gegeben, als Sie mir ſagten.

Sie werden wohl ſchlafen, ſagte der Marquis, ohne in Un⸗ ruhe zu gerathen,und ich muß es ſchon als ein großes Glück anſehen, daß man mich meines Standes wegen nicht in dieſem Zimmer verriegelt hat.

Vom Hofe, ſagte das junge Mädchen,führt ein Steig,

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