Teil eines Werkes 
7./8. Th. (1844)
Entstehung
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daß dieſe lächerliche Lage, in der ich mich befinde, bald ein Ende hätte, und wäre am Liebſten ſchon am Ziel, um auf der Stelle ins Reine zu kommen.

Die Tochter des Hauſes ſtand mit einem zinnernen Kruge, den ſie eben geholt, vor dem Tiſch; bei dieſen Worten ſah ſie den Gefangenen mit einem Blick an, welcher zu ſagen ſchien: ich hab's mir gleich gedacht, daß er unſchuldig iſt.

Aber, ſagte der Marquis, das Glas an die Lippen ſetzend, dieſer Wein iſt gar nicht ſo ſchlecht, als Sie denken, Herr Profoß.

Dann wandte er ſich zu dem jungen Mädchen, welches nach ſeinen Handſchuhen und nach ſeinem Halskragen ſchielte.

Auf Deine Geſundheit, mein ſchönes Kind!

Nun, ſagte der Profoß, etwas verwundert über dies unge⸗ zwungene, leichte Weſen des Gefangenen,ſo werde ich Sie wohl bitten müſſen, mit dieſem Nachtquartier vorlieb zu nehmen.

Wiefe ſagte der Marquis,wir ſollen hier die Nacht bleiben?

Bedenken Sie, Herr Marquis, ſagte der Profoß,wir haben noch ſechzehn gehörige Stunden zu machen; unſere Pferde ſind zu Schanden geritten, und ich für meine Perſon muß geſtehen, daß mir die Ruhe ebenſo Noth thut, als meinen Pferden.

Der Marquis ſchlug auf den Tiſch und ſchien höchſt verdrießlich. Der Profoß dagegen konnte kaum Athem holen, ſtreckte ſeine lang⸗ beſtiefelten Beine vor ſich hin und wiſchte ſich den Schweiß von der Stirn. Er war ein beleibter Mann mit bausbäckigem Geſicht, dem die Anſtrengungen des Reitens beſchwerlicher ſein mußten, als jedem Andern.

Beſter Herr Marquis, fuhr er fort,obgleich Ihre Geſell⸗ ſchaft mir ungemein angenehm iſt, ſo kann ich es doch nicht ver⸗ bergen, daß ich dieſelbe lieber unter günſtigern Umſtänden genießen möchte. Wenn es, wie Sie ſagen, in Ihrer Macht ſteht, ſich⸗ aus den Händen der Gerechtigkeit zu befreien, ſo wünſche ich, es möge recht bald geſchehen; doch nehmen Sie Rückſicht darauf, in