Teil eines Werkes 
7./8. Th. (1844)
Entstehung
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4 beſſeren Wein vorſetzen als er, und in der Nachbarſchaft wurde ſich ſchon genug Stroh und Futter für die Pferde auftreiben laſſen. Der Anführer hörte dieſe Verſicherungen mit einigem Mißtrauen 1* an, gab die zu treffenden Anordnungen und ſtieg vom Pferde, wo⸗ bei er über ſeine Müdigkeit und die verdammte Hitze fluchte. Die andern Reiter drängten ſich um den jungen Mann; einer hielt

ihm den Steigbügel und der Anführer ließ ihn höflich zuerſt in

die Thür des Gaſthauſes eintreten. Jetzt zweifelten die Dorfbe⸗ wohner nicht länger daran, daß er ein Gefangener von Wichtig⸗ keit ſei, und ließen ihren Vermuthungen freien Spielraum. Die Männer meinten, es müſſe hier wohl ein ſchweres Verbrechen im Spiele ſein, daß man einen ſo vornehmen jungen Herrn zu ver⸗ haften gewagt; die Frauen dagegen ſagten, es ſei unmöglich, daß er mit dieſem ſchönen unſchuldsvollen Geſicht ein Verbrecher wäre.

In der Herberge war Alles in Aufruhr; die Kellner liefen bald auf den Speicher, bald in den Keller, der Wirth fluchte und ſchickte die Mägde bei ſeinen Nachbarn umher, und die Wir⸗ thin ſchalt ihre Tochter aus, welche wie feſtgebannt vor der Glas⸗ thür eines Saales ſtand und nach dem ſchönen jungen Mann ſchielte.

In dem Hauptzimmer der Schenke ſtanden zwei Tiſche; an den einen ſetzte ſich der Anführer, den andern überließ er den Soldaten, die abwechſelnd auf den Hof gingen, um für ihre Pferde zu ſorgen, die dort in einer Scheuer untergebracht waren; dann wies er dem Gefangenen einen Seſſel ſich gegenüber und klopfte mit ſeinem großen Rohrſtock laut auf den Tiſch.

Iſt das eine Hitze! ſtöhnte er vor Ermattung und wiſchte ſich den Schweiß aus dem Geſicht;verzeihen Sie nur, Herr Marquis, daß ich Ihnen nur ſchlechten Wein vorſetzen kann. Der junge Mann lächelte freundlich.Was den Wein betrifft, Herr Profoß, ſagte er,ſo mag das hingehen; aber das kann ich nicht leugnen, daß jeder Aufenthalt mir höchſt ungelegen kommt, ſo angenehm Ihre werthe Geſellſchaft auch iſt. Ich möchte gern,