Teil eines Werkes 
5./6. Th. (1844)
Entstehung
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begangen, daſſelbe nur den Anreizungen dieſes Mädchens zuzuſchrei⸗ ben ſei, die dazu gerathen und daran Theil genommen haben würde.

So ſtanden die Sachen, und man wartete in ängſtlicher Span⸗ nung auf die Reſultate der Unterſuchung, als Abends zu Aller großer Verwunderung und inmitten einer ungewöhnlichen Ent⸗ wicklung von bewaffneter Macht, ein Diener des Gerichts, dem Trompeter vorausgingen und den Soldaten umgaben, die Straßen von Schitomir durchzog, auf den Plätzen und an den Straßen⸗ ecken ſtehen blieb und mit lauter Stimme folgende Bekanntma⸗ chung ablas:

Der Polizeidirector erklärt nach einer mit der größten Sorg⸗ falt angeſtellten Unterſuchung und durch zahlreiche Zeugenausſagen überzeugt, daß die Urheberin des an der Perſon des Juden Moſes Abrahamowitſch begangenen Mordes die Magd Omelanka iſt, welche nach dem Verbrechen verſchwunden iſt, die man vergebens ausfindig zu machen geſucht hat, und die aller Wahrſcheinlich⸗ keit nach unter der Laſt ihrer Gewiſſensbiſſe den Tod gefunden hat, indem ſie ſich in den Fluß ſtürzte, daß d demnach der Jude Kiszka Iſaakvwitſch unſchuldig an dem begangenen Morde und deshalb in Freiheit geſetzt worden iſt.

Der Diener des Gerichts forderte nach Ableſung dieſer Bekannt⸗ machung im Namen des Polizeidirectors die Einwohner von Schi⸗ tomir auf, ſich jeder Beſchuldigung und jeder Beleidigung gegen den Juden Kiszka zu enthalten.

Der Sihmugglerangeber hielt es für gerathen, als er die Frei⸗ heit wieder erhalten hatte und ehe er das Polizeigebäude verließ, ſechs ſtarke Bauern aus der Ukraine in Dienſt zu nehmen, die er mit ſtarken Knotenſtöcken bewaffnete und unter deren Bedeckung er ſich nach Hauſe begab, wo er ſie als Wachen aufſtellte.

Den ganzen Abend und einen Theil der Nacht hindurch bilde⸗ ten ſich zahlreiche Verſammlungen vor dem Hauſe Kiszka's und in der Nähe, Niemand aber wagte, in die Wohnung deſſelben ein⸗