Erwerbszweig hat, als das Schmuggeln, ſahen in dem„Angeber“ keineswegs einen geſetzlichen Beamten, der den Geſetzen Achtung verſchaffe und die Intereſſen der Regierung durch rechtmäßige Mittel vertheidige, ſondern einen Verfolger, einen erbitterten Feind, und man kann ſich alſo denken, mit welcher geheimen Freude das Volk das Gerücht aufnahm, das ſich gegen Kiszka ſchnell verbreitete.
Nachdem man ihn aus den Händen des Volkes befreit und in das Polizeigebäude gebracht hatte, ſtellte man Kiszka dem blutigen und entſtellten Ermordeten gegenüber. In derſelben Zeit wurden die Kinder und Diener des Angeklagten verhaftet. Die vier Kinder waren bereits in dem Hauſe des Oberrabbinen untergebracht wor⸗ den; Omelanka, welche man die Concubine Kiszka's nannte, konnte, trotz allen Nachforſchungen, nicht ermittelt werden.
Der Oberrabbiner, der eben ſo ſehr wie die Behörde die Wahr⸗ heit der Sache zu ergründen wünſchte, fragte die Kinder Kiszka's über das, was vor dem Verſchwinden und der Ermordung ihres Lehrers im Hauſe geſchehen ſei. Der jüngſte Knabe, Baruch, der erſt zwölf Jahre alt war, erzählte, ſein Vater habe ſich am Abend heftig mit Moſes gezankt, der erſchrockene Lehrer habe das Haus verlaſſen wollen, ſei aber von ſeinem Herrn zurückgehalten und in ein Zimmer geſtoßen worden, deſſen Schlüſſel er zu ſich geſteckt habe. In der Nacht, ſetzte Baruch hinzu, hätte man Klagetöne in dem Hauſe gehört. Die anderen Kinder, welche nach einander befragt wurden, geſtanden, als ſie hörten, daß ihr Bruder zum Theil ſchon die Wahrheit geſagt hatte, die Richtigkeit der von ihm angegebenen Thatſachen ein. Die ältere der Mädchen, Rachel, die faſt ſechszehn Jahre alt war, geſtand ſelbſt, daß Moſes ihre Un⸗ erfahrenheit und ſein Anſehen als Lehrer gemißbraucht und ſie ver⸗ führt habe; ſie erklärte ſodann, daß Omelanka, die ihrerſeits in Moſes verliebt geweſen ſei, denſelben aber nicht zur Gegenliebe habe vermögen können, den Haß ihres Vaters(Kiszkas) gegen den Lehrer gereizt habe, und daß, wenn ihr Vater ein Verbrechen
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